
Der Mitbegründer von Ethereum, Vitalik Buterin, veröffentlichte am 10. März auf X, dass die Ethereum Foundation (EF) derzeit etwa 72.000 ETH mit DVT-lite (vereinfachte verteilte Validierungstechnologie) staked. Dies ist die neueste Entwicklung im Rahmen des am 24. Februar angekündigten Treasury-Staking-Plans der EF.
(Quelle: Ethereum Foundation)
Das Staking-System der EF basiert auf zwei Haupt-Open-Source-Komponenten. Dirk übernimmt die Rolle des verteilten Signaturgenerators, verteilt die Signierer über mehrere geografische Regionen, um Single Point of Failure zu vermeiden und die Systemresilienz zu erhöhen; Vouch unterstützt gleichzeitig mehrere Beacon- und Execution-Client-Kombinationen, bietet verschiedene konfigurierbare Strategien und reduziert so effektiv die Risiken durch Client-Zentralisierung.
Auf Infrastruktur-Ebene nutzt die EF Minority Clients und kombiniert geographisch und organisatorisch verteilte gehostete Infrastruktur sowie selbstverwaltete Hardware, um eine höhere geografische und organisatorische Diversifikation zu erreichen. Die Architektur basiert auf lokal aufgebauten Modulen anstelle eines vorgeschlagenen separaten Builder- und Proposer-Systems (PBS) mit einem Sidecar-Ansatz.
Die Staking-Architektur der EF verwendet die Typ 2 (0x02) Withdrawal Credentials, die im Vergleich zu älteren 0x01 Credentials folgende Vorteile bieten:
Transferierbarkeit: Das Guthaben des Validierers kann zwischen Adressen durch Kontenfusion verschoben werden, was die Änderung der Signaturschlüssel beschleunigt.
Vereinfachtes Schlüsselmanagement: Das maximale gültige Guthaben pro Validierer beträgt 2.048 ETH. Die Verwaltung von etwa 72.000 ETH erfordert nur ca. 35 Signaturschlüssel, was die tägliche Wartung erheblich vereinfacht.
Flexible Ausstiegsoptionen: Auch wenn ein Validierer offline ist, kann er durch eine Withdrawal-Address den Exit auslösen, was die Betriebsflexibilität erhöht.
Neben der technischen Ankündigung äußerte Vitalik eine breitere Dezentralisierungsforderung. Er kritisierte direkt die Annahme, „Node-Betrieb sei äußerst komplex und nur von Profis machbar“, und bezeichnete diese Ansicht als „gegen die Prinzipien der Dezentralisierung, die sofort durchbrochen werden müssen“.
Er beschreibt das ideale Szenario: Mit Docker-Containern, Nix-Images oder ähnlichen Tools, bei denen jeder Node nur einmal klickt oder eine Befehlszeile eingibt, alle Nodes mit denselben Schlüsseln starten und das System automatisch die Netzwerkkonfiguration, die verteilte Schlüsselerzeugung (DKG) und den Start des Stakings übernimmt. Vitalik plant, diese Methode so bald wie möglich selbst zu nutzen und hofft, dass mehr ETH-Halter diesem Beispiel folgen.
Die direkte Teilnahme der EF am Konsensmechanismus ermöglicht es, die nativen, in ETH bewerteten Erträge zur Finanzierung des Ökosystems zu verwenden und setzt gleichzeitig einen Branchenstandard für Transparenz im Validierer-Betrieb.
DVT (Distributed Validator Technology) erlaubt es einem Validierer, auf mehreren Maschinen verteilt zu laufen, was Redundanz und Fehlertoleranz erhöht. DVT-lite ist eine vereinfachte Version, die die Implementierung für Organisationen erleichtert, sodass auch Nicht-Techniker eine „One-Click“-ähnliche Einrichtung für verteiltes Staking vornehmen können, ohne tiefgehende technische Unterstützung.
Die EF sagt, dass die direkte Teilnahme am Staking die nativen, in ETH bewerteten Erträge zur Unterstützung des Ökosystems nutzt. Zudem trägt sie durch den eigenen Betrieb der Validatoren dazu bei, Betriebshürden und Risiken zu minimieren, und setzt so ein Beispiel für Transparenz und Verantwortlichkeit.
Vitalik fordert, die Einstiegshürde für das Staking so zu senken, dass jede Organisation es problemlos selbst durchführen kann. Ziel ist es, mit Docker oder Nix-Images, bei denen alle Nodes mit denselben Schlüsseln starten, automatisch Netzwerke erkennen, DKG starten und staken zu lassen – alles ohne die Notwendigkeit, tiefgehende technische Expertise zu besitzen.