Facebook-Gründer Zuckerberg zeigt perfekt das „Maschinen-Gesicht“, was das Publikum peinlich berührt. Doch er muss sich nicht einsam fühlen: Der CEO von McDonald’s, Chris Kempczinski, um die Promotion des „Produkts“ Big Arch Burger persönlich ein kurzes IG-Video aufnehmen. Seine steife Miene und formelhafte Worte lösen schnell eine hitzige Diskussion in den sozialen Medien aus. Das Video wurde nur wenige Tage nach Veröffentlichung über vier Millionen Mal angesehen und ist inzwischen ein beliebter Witz.
Der CEO nennt den limitierten Big Arch Burger schlicht „Produkt“.
Kempczinski sagt vor der Kamera ernst: „Ich liebe dieses ‚Produkt‘ wirklich sehr, heute ist es mein ‚besonderes‘ Mittagessen.“ Auf seinem Tisch liegt ein scheinbar billiges Big Arch Burger-Set. Als er den trockenen Burger aus der Box nimmt, ist er völlig unappetitlich.
Anschließend benutzt der CEO wiederholt den Begriff „Product“ (Produkt) für den Burger. Für den Durchschnittskunden ist ein Burger „Essen“, eine heiße Mahlzeit. Niemand würde beim Bestellen im Fast-Food-Restaurant sagen: „Ich hätte gern ein Produkt.“ Für einen langjährigen CEO, der sich mit Umsatzzahlen und Marktanteilen beschäftigt, ist der Burger jedoch scheinbar nur ein „Produkt“. Dieses realitätsferne Skript sorgt bei den Zuschauern für ein unangenehmes Gefühl, im Kopf schwirrt die Überlegung: „Haha, diese reichen CEOs essen so etwas Normales wie Fast Food doch nie, nur für die Werbung“ oder „Selbst der McDonald’s-Boss traut sich nicht, das zu essen.“
Wie schmerzhaft ist es, den eigenen Burger zu essen?
Der Höhepunkt des Videos, der die meisten Reaktionen auslöste, ist der Moment, in dem der CEO den „Angriff“ auf den Burger startet. Nach der Präsentation des „Produkts“ zeigt Kempczinski den Big Arch Burger, der angeblich ein Viertel Pfund Rindfleisch, mehrere Käseschichten und spezielle Soßen enthält. In Wirklichkeit wirkt er im Video nur trocken und gewöhnlich. Vorsichtig hebt der CEO den Burger, beißt zögerlich hinein, wirkt widerwillig. Der bekannte Filmkritiker Super Pixel sagt, sein Gesicht sehe aus, als würde er widerwillig einen kleinen Bissen nehmen, nur um den Dreh durchzuziehen, und sofort wieder ausspucken. In dem Video zögert er beim Beißen, wirkt, als würde er etwas Unbekanntes schlucken, was die Zuschauer anfragt: Was ist das überhaupt für ein Burger? In der Social-Media-Ära ist Authentizität die einzige harte Währung. Sobald die Zuschauer merken, dass es sich um eine überinszenierte, gestellte Performance handelt, zerbricht das Vertrauen in die Marke sofort.
Burger King freut sich
In einem epischen Disaster darf der Gegner natürlich nicht fehlen. Während das McDonald’s-Video viral geht, veröffentlicht Burger King schnell ein eigenes Video, in dem CEO Tom Curtis einen Whopper isst. Im Gegensatz zum zögerlichen McDonald’s-CEO beißt Curtis beherzt in den Burger, sogar Mayonnaise landet auf seiner Wange. Er greift nach einem Taschentuch, um den Mund abzuwischen. Diese ungefilterte, offene Art kommt bei den Zuschauern gut an und sorgt für Sympathie, während das kalte McDonald’s-Video peinlich wirkt.
Schwarz-Rot ist auch eine Art Erfolg? Aus Marketingsicht hat das große, ungeschickte Burger-Video zwar den CEO lächerlich gemacht, doch unbeabsichtigt hat es die „Technologie-Produkte“ vor Millionen von Zuschauern gezeigt – ein unerwarteter Werbeeffekt.
Dieser Artikel über den epischen Disaster beim „Großen Bogen“-Burger-Video des McDonald’s-CEO erschien zuerst bei Chain News ABMedia.