Am 11. März gab das US Bureau of Labor Statistics (BLS) bekannt, dass die Verbraucherpreisindex-Daten (CPI) für Februar an diesem Mittwoch veröffentlicht werden. Es wird erwartet, dass der Bericht zeigt, dass die Inflation weiterhin stabil bleibt, aber nach wie vor über dem langfristigen Ziel der Federal Reserve von 2 % liegt. Die Märkte prognostizieren allgemein, dass der Gesamt-CPI im Februar um 0,3 % gegenüber dem Vormonat steigen wird, was einer annualisierten Rate von etwa 2,4 % entspricht, während der Kern-CPI, ohne Lebensmittel und Energie, voraussichtlich um 0,2 % steigen wird, mit einer jährlichen Rate von etwa 2,5 %.
Die jüngsten Schwankungen bei den Energiepreisen haben nur begrenzten Einfluss auf die Inflation. Seit dem militärischen Einsatz der USA und Israels gegen Iran am 28. Februar ist der Preis für West Texas Intermediate (WTI) Rohöl von etwa 67 US-Dollar pro Barrel auf über 110 US-Dollar gestiegen und anschließend wieder gefallen. Diese Schwankungen sind bisher noch nicht vollständig in die aktuellen CPI-Daten eingearbeitet. Das neueste Einkaufsmanagerindex der Institute for Supply Management (ISM) zeigt, dass der Index der Produktionskosten auf 70,5 gestiegen ist, während der Index der Dienstleistungskosten auf 63 gefallen ist, was auf eine differenzierte Entwicklung bei den Input-Preisen hindeutet. Analysten von TD Securities weisen darauf hin, dass eine Abschwächung der Dienstleistungsinflation das Vertrauen des Federal Open Market Committee (FOMC) stärken könnte. Es wird erwartet, dass der monatliche Kern-CPI bei etwa 0,23 % liegt, während der Gesamt-CPI bei etwa 0,25 % liegt.
Die Veröffentlichung der CPI-Daten wird auch die Entwicklung des US-Dollars und des EUR/USD-Wechselkurses beeinflussen. Die Märkte gehen davon aus, dass die Federal Reserve im März die Zinsen unverändert lassen wird, während die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte im April nur bei etwa 12 % liegt. Sollte der monatliche Kern-CPI unerwartet unter 0 % fallen, könnte der Dollar Verkaufsdruck erleben; bei einem Anstieg über 0,3 % könnte der Dollar gestützt werden und die Erwartungen an eine Zinssenkung verzögern. Eren Sengezer, Chefanalyst bei FXStreet für die europäische Sitzung, weist darauf hin, dass der RSI des Tagescharts für EUR/USD noch unter 50 liegt, was auf eine schwache Aufwärtsdynamik hindeutet. Der Bereich zwischen 1,1675 und 1,1700 stellt einen starken Widerstand dar, während die Unterstützung bei 1,1600–1,1590 sowie 1,1500–1,1470 liegt. Technische Widerstände könnten bei 1,1750 und 1,1820 liegen.
Insgesamt beobachten die Märkte vorsichtig die potenziellen Auswirkungen der Inflationsdaten auf die Geldpolitik der Federal Reserve sowie die kurzfristigen Bewegungen des US-Dollars und des EUR/USD im Zusammenhang mit geopolitischen Entwicklungen und Energiepreisschwankungen.