Hollywood-Schauspieler Ben McKenzie, der drei Jahre lang an der Kritik-Dokumentation „Everyone Is Lying to You for Money“ gearbeitet hat, veröffentlichte am 10. März den neuesten Trailer und plant den nordamerikanischen Kinostart am 17. April 2026. Der Film umfasst bekannte Interviewpartner wie SBF, den Präsidenten von El Salvador, Nayib Bukele, und weist direkt darauf hin, dass die Kryptoindustrie die „größte Pyramidenscheine aller Zeiten“ ist.
(Vorheriger Kontext: SBF-Dokumentation „Der Fall des Krypto-Königs“ auf BBC! Schauspieler, der den Wall Street-Jungen in die Hölle stürzt)
(Hintergrund: Netflix plant FTX-Crash-Serie: SBF und Caroline „Liebes- und Zerstörungsstory“ auf der Leinwand, mit prominenter Besetzung)
Der Hollywood-Schauspieler Ben McKenzie, bekannt durch die Rolle des Ryan Atwood in „The O.C.“ und später als junger Jim Gordon in „Gotham“, hat in den letzten Jahren die Rolle eines „Kritikers der Kryptowährungen“ übernommen. Der Trailer kündigt die Dokumentation „Everyone Is Lying to You for Money“ (Jeder lügt dir für Geld ins Gesicht) an.
Er äußert sich nicht nur in den Medien, sondern trat im Dezember 2022 auch persönlich vor den Bankenausschuss des US-Senats, um systematischen Betrug in der Krypto-Branche anzuprangern. 2023 veröffentlichte er gemeinsam mit dem Journalisten Jacob Silverman das Buch „Easy Money: Cryptocurrency, Casino Capitalism, and the Golden Age of Fraud“, das auf die Bestsellerliste der „New York Times“ kam.
Der Film basiert auf diesem Buch, ist McKenzies Regiedebüt und soll am 17. April 2026 in Nordamerika offiziell erscheinen.
Der Trailer zeigt, wie McKenzie einige zentrale Figuren der Kryptoindustrie besucht hat.
Der Gründer von FTX, Sam Bankman-Fried, wurde wenige Monate vor seiner Anklage interviewt. Im Film wirkt SBF noch wie der überzeugte „größte Altruist“, im Gegensatz zu seinem späteren, peinlichen Auftritt vor Gericht.
Ein weiterer Interviewpartner ist Nayib Bukele, der Bitcoin zur offiziellen Währung in El Salvador erklärt hat. Er ist der weltweit erste Staatschef, der sein Land auf Krypto-Assets setzt. Ob diese Politik Erfolg hat, ist umstritten.
Der Film enthält auch ein Interview mit dem ehemaligen CEO von Celsius Network, Alex Mashinsky, dessen Plattform 2022 zusammenbrach und Hunderttausende von Nutzern ihre Gelder verloren. Mashinsky wurde später wegen Betrugs zu 12 Jahren Haft verurteilt und befindet sich derzeit im Gefängnis.
Neben Brancheninsidern wurden auch Schauspieler wie Morena Baccarin und Gerard Butler befragt, um die Rolle der Prominenten im Krypto-Marketing zu zeigen. Außerdem kommen mehrere echte Opfer zu Wort, darunter ein texanischer Unternehmer, der vor der Kamera weint und seinen Verlust seines Lebensersparnis beklagt.
Der Trailer beginnt mit McKenzies klarer Aussage: „Cryptocurrency. It’s pretty stupid.“ (Kryptowährung. Das ist ziemlich dumm.) und setzt den Ton für den ganzen Film. Er erinnert sich an seine erste Reaktion auf Kryptowährungen:
„Was zum Teufel ist das? Alles, was mit Krypto zu tun hat, ist sinnlos,
außer die ganze Krypto-Welt ist nur Betrug.“
Im Kern geht es in dem Film darum, wie die Branche sich selbst als „Finanzrevolution“ verkauft, während traditionelle Warnzeichen systematisch ignoriert, unterdrückt oder absichtlich verschleiert werden, sodass Privatanleger ohne Schutz in die Falle tappen. McKenzie bezeichnet Kryptowährungen als „die größte Pyramidenscheine aller Zeiten“ und warnt, dass dieses „Haus aus Karten“ letztlich zusammenbrechen wird, doch die Branche bewegt sich weiterhin mit rasantem Tempo vorwärts.
Der Film wurde über drei Jahre in New York, Austin, Miami, London und El Salvador gedreht und dokumentiert den Aufstieg und Fall der Krypto-Startups. Für Krypto-Anhänger ist McKenzys kritische Haltung nichts Neues, doch der Trailer zeigt, dass der Film außergewöhnliche Interviewquellen erreicht hat, die sonst kaum zugänglich sind.