Das Problem wird durch einen aktuellen Vorfall veranschaulicht. Nima, ein Ethereum-Nutzer, behauptete, nach nur zwei Stablecoin-Transfers über 89 Etherscan Address Watch-Benachrichtigungen erhalten zu haben. Zahlreiche kleine Transaktionen, die an die Wallet gesendet wurden, lösten die Warnungen aus. Diese Transfers waren Teil einer Adressevergiftungs-Kampagne, keine tatsächlichen Zahlungen.
Quelle: Etherscan
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Der Prozess der Adressevergiftung hat ein einfaches Ziel: Fiktive, ähnlich aussehende Adressen zur Transaktionshistorie eines Nutzers hinzuzufügen. Angreifer beobachten die Blockchain-Aktivität und warten auf legitime Transaktionen.
Automatisierte Systeme erstellen Adressen, die den ersten und letzten Buchstaben zuvor verwendeter Wallets ähneln, nachdem ein Nutzer Geld gesendet hat. Dann werden kleine Transaktionen – typischerweise Dust-Transfers im Wert von weniger als einem Cent – mit diesen gefälschten Adressen gesendet. Die fiktive Adresse erscheint in der Historie, da viele Wallets und Explorer kürzliche Transaktionen prominent anzeigen.
Der Nutzer könnte versehentlich die vergiftete Adresse kopieren, anstatt die richtige, wenn er später wieder Geld senden möchte. Das Ausmaß dieser Angriffe ist erheblich
Laut einer Studie von 2025 wurden zwischen Juli 2022 und Juni 2024 etwa 17 Millionen Vergiftungsversuche gegen rund 1,3 Millionen Ethereum-Nutzer unternommen, mit bestätigten Verlusten von über 79 Millionen US-Dollar.
Der Hauptgrund für den Anstieg dieser Angriffe ist die einfache Wirtschaftlichkeit. Laut Forschung liegt die Erfolgsquote eines Vergiftungsversuchs nur bei etwa 0,1 %, also ein erfolgreicher Betrug pro 10.000 Versuchen. Angreifer gleichen dies aus, indem sie eine große Anzahl von Vergiftungs-Transfers senden.
Zusätzlich haben niedrigere Netzwerkgebühren dazu beigetragen. Die Transaktionskosten sanken nach dem Ethereum-Fusaka-Upgrade, was es für Angreifer günstiger machte, Tausende oder sogar Millionen von Dust-Transaktionen zu senden.