Gate News Nachrichten, 16. März: Das KI-Datenzentrum verzeichnet einen plötzlichen Anstieg des Stromverbrauchs, was eine hitzige Debatte darüber auslöst, ob dies die Bitcoin-Mining-Aktivitäten schwächen und die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks beeinträchtigen könnte.
Der Krypto-Händler Ran Neuner weist darauf hin, dass KI zum größten Konkurrenten des Bitcoin-Minings geworden ist, da beide stark auf Energiequellen angewiesen sind. Daten zeigen, dass das Bitcoin-Mining pro Megawatt Strom etwa 57 bis 129 US-Dollar einbringt, während KI-Datenzentren pro Megawatt Strom 200 bis 500 US-Dollar erzielen können, was bis zu achtmal mehr ist als beim Mining.
Infolge dessen haben mehrere Mining-Unternehmen begonnen, in KI-Geschäfte zu investieren: Core Scientific erhielt kürzlich eine Kreditlinie von bis zu 1 Milliarde US-Dollar für KI-Hosting-Dienste; MARA Holdings reichte Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC ein, was auf einen möglichen Verkauf von Teilen ihrer Bitcoin-Bestände zur Förderung der KI-Transformation hindeutet; Hut 8 unterzeichnete im Dezember letzten Jahres eine 7-Milliarden-US-Dollar-Infrastrukturvereinbarung mit Google; Cipher Mining reduziert seine Rechenleistung, um in KI-Computing zu investieren. Außerdem wird Wu Jihan, Mitbegründer von Bitmain, ebenfalls vermutet, dass er das Mining eingestellt und sich auf den KI-Bereich konzentriert hat.
Neuner ist der Ansicht, dass ein anhaltender Rückgang der Miner die Hashrate von Bitcoin verringern und das Risiko eines „51%-Angriffs“ auf das Netzwerk erhöhen könnte. Derzeit liegt die gesamte Bitcoin-Hashrate etwa 14,5 % unter dem Höchststand vom Oktober letzten Jahres.
Der frühere Bitcoin-Entwickler und Kryptograf Adam Back vertritt jedoch eine andere Meinung. Er sagt, dass selbst wenn einige Miner auf KI umsteigen, die Schwierigkeitsanpassung von Bitcoin automatisch die Mining-Schwierigkeit senkt, was die Rentabilität der verbleibenden Miner erhöht und so die Hashrate wieder in das Netzwerk zurückziehen lässt.