Analyse der Vermögensleistung von 2026 bis heute: Bitcoin schneidet am schlechtesten ab, Rohöl am besten

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Autor: Coingecko

Übersetzung: Felix, PANews

Nach den turbulenten Enden des Jahres 2025 setzte Bitcoin Anfang 2026 seinen Schwankungen fort. Gleichzeitig trieben geopolitische und makroökonomische Ereignisse den Anstieg von Gold, Silber und zuletzt auch Ölpreisen voran. Während Kryptowährungen weiterhin von der Mainstream-Wirtschaft als Anlageklasse akzeptiert werden, erleben viele Wall-Street-Investoren möglicherweise ihre erste Bärenmarkt-Phase bei Kryptowährungen. Coingecko blickt auf den Beginn von 2026 und die Performance von Kryptowährungen im Vergleich zu anderen traditionellen Anlageklassen.

Mit Ausbruch des Iran-Kriegs stiegen die Ölpreise 2026 schneller als alle anderen Anlageklassen.

Seit Anfang 2026 steigen die Ölpreise aufgrund der Eskalation der Spannungen im Nahen Osten und kritischer Versorgungslücken langsam an. Doch mit den Angriffen der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar erreichte die Lage ihren Höhepunkt. Der Ölpreis erreichte intraday zeitweise 119,48 USD, während der Preis zu Jahresbeginn nur bei 57,41 USD lag.

Gleichzeitig setzte sich der Abwärtstrend bei Bitcoin im Jahr 2026 fort, was es bislang zur schwächsten Assetklasse macht. Seit Anfang März scheint Bitcoin jedoch zwischen 65.000 und 75.000 USD Unterstützung gefunden zu haben, nachdem es im Februar auf ein Tief von 62.800 USD gefallen war. Der US-Spot-Bitcoin-ETF verzeichnet seit Ende Februar starke Kapitalzuflüsse (seit dem 20. Februar netto 1,9 Mrd. USD, insgesamt seit Jahresbeginn jedoch Abflüsse von 828,9 Mio. USD), während Strategy seinen gewohnten Kaufmodus fortsetzt und seit Jahresbeginn 5,6 Mrd. USD investiert hat.

Seit Beginn 2026 zeigen Kryptowährungen im Vergleich zum S&P 500 und Gold nur eine moderate Korrelation, was möglicherweise ein Signal dafür ist, dass sich die Assetklassen allmählich voneinander entkoppeln.

Seit Jahresbeginn beträgt die Korrelation zwischen der gesamten Marktkapitalisierung von Kryptowährungen und dem S&P 500 0,49, was eine moderate positive Korrelation darstellt, ähnlich wie 2025 (Jahreskorrelation 0,46). Andererseits hat sich die Korrelation zwischen Kryptowährungen und Gold seit Jahresbeginn auf -0,69 gedreht, was eine moderate negative Korrelation ist. Im Jahr 2025 lag die Korrelation zwischen Kryptowährungen und Gold nur bei 0,19, was auf eine schwache oder keine Korrelation hindeutet. Insgesamt zeigt sich, dass Kryptowährungen als Assetklasse zunehmend ihre bisherige Sicht als reine Risikoinvestition ablegen, da sie sich vom US-Aktienmarkt entkoppeln.

Der US-Aktienmarkt, repräsentiert durch den S&P 500, steht 2026 ebenfalls vor erheblichen Widerständen. Trotz wachsender Investitionen im KI-Bereich und allgemein starker Wirtschafts- und Quartalsdaten ist der Index seit Jahresbeginn tatsächlich leicht rückläufig. Geopolitische Spannungen haben zweifellos Einfluss, doch die anhaltende Unsicherheit bezüglich der Auswirkungen von KI auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt löst auch eine „SaaS-Apokalypse“ aus. Seit Jahresbeginn haben die Marktkapitalisierung börsennotierter Software- und SaaS-Unternehmen zwischen 1,3 und 1,5 Billionen USD verloren, begleitet von erheblichen Rückgängen bei Forward-KGVs und Umsatzmultiplikatoren.

Zudem setzt Gold seinen starken Aufwärtstrend seit 2024 fort, mit einem Anstieg von über 20 % seit Jahresbeginn. Gold gilt traditionell als stabile Wertaufbewahrung und Absicherung gegen Risiken, doch durch den Preisanstieg zeigt es derzeit eine höhere Volatilität. Anhaltende geopolitische und makroökonomische Spannungen treiben den Preis weiter nach oben, wobei Privatanleger und Staaten gleichermaßen Gold kaufen.

Weiterlesen: BTC-Options-Insights: Warum der 20. März ein Schlüsselpunkt für die Volatilitätswende ist?

Die Performance 2026 unterscheidet sich deutlich von 2024. Als Referenz hier die Performance von Bitcoin im Vergleich zu anderen Assetklassen im Jahr 2024 (veröffentlicht im Dezember 2024).

Bitcoin, bekannt als „magische Internetwährung“, könnte inzwischen eine legitime Anlageklasse neben Aktien, Rohstoffen und Anleihen sein. Betrachtet man die 10-Jahres-Rendite, so weist Bitcoin eine beeindruckende Rendite von 26.931,1 % auf. Man stelle sich vor: 100 USD, die 2014 investiert wurden, sind heute 26.931,10 USD wert. Diese Zahlen sind erstaunlich, doch es ist ebenso wichtig, die kurzfristige und langfristige Performance im Vergleich zu anderen Anlagen zu betrachten.

Welche Anlageklasse hat seit Jahresbeginn, 1 Jahr, 3 Jahren, 5 Jahren und 10 Jahren die beste Performance?

Die Performance über verschiedene Zeiträume zeigt die Stärken und Schwächen der jeweiligen Anlagen. 2024 war Bitcoin die beste Anlage mit einer Rendite von 129,0 %. Gold folgt mit 32,2 % und zeigt seine Zuverlässigkeit als traditionelle Wertaufbewahrung. Der S&P 500 bleibt stark mit 28,3 %. Rohöl hingegen verzeichnet eine negative Rendite von -0,13 %, während US-Staatsanleihen moderate Erträge bieten: 5-jährige Anleihen 5,3 %, 10-jährige Anleihen 8,2 %.

Im 1-Jahres-Vergleich schneidet Bitcoin weiterhin am besten ab mit 153,1 % Rendite. Gold folgt mit 34,8 %, gefolgt vom S&P 500 mit 33,1 %. Diese starken Ergebnisse der drei Assetklassen spiegeln die Markstabilität im vergangenen Jahr wider. Anleihen sind hingegen empfindlich gegenüber wirtschaftlichen Veränderungen: 5-jährige und 10-jährige Anleihen verzeichnen -4,3 % bzw. -2,6 %. Diese Zahlen zeigen, wie Zinsen und Fiskalpolitik die Anleihemärkte beeinflussen.

Im Drei-Jahres-Zeitraum ändert sich das Bild: Mit zunehmender wirtschaftlicher Stabilität gewinnen Anleihen an Bedeutung. Die US-Staatsanleihen führen mit einer Rendite von 267,8 % bei 5 Jahren, gefolgt von 218 % bei 10 Jahren. Bitcoin schneidet ebenfalls gut ab mit 79 %, während Gold mit 53,1 % eine solide zweite Position einnimmt und in unsicheren Märkten Schutz bietet. Rohöl ist mit nur 6,1 % die einzige Assetklasse, die in diesem Zeitraum schlechter abschneidet.

Fünfjahres-Performance zeigt, dass Bitcoin mit 1283,6 % die stärkste Wertentwicklung aufweist. Der S&P 500 und Gold bleiben stabil mit 96,7 % bzw. 84,6 %. US-Staatsanleihen sind ebenfalls sehr attraktiv: 5-jährige Anleihen mit 157,1 %, 10-jährige mit 149,9 %. Rohöl stieg nur um 25,3 %, was die geringere Attraktivität für langfristige Investitionen unterstreicht. Diese Daten deuten darauf hin, dass Bitcoin im mittleren Anlagezeitraum enorme Renditen bieten kann, während Aktien und Gold stabile Wachstumsraten aufweisen.

Auf einer Zehn-Jahres-Basis wächst Bitcoin um 26.931,1 %, was es zum höchstperformenden Asset macht. Dies zeigt das enorme Potenzial für Frühinvestoren. Obwohl andere Anlagen deutlich geringere Renditen erzielen, bieten sie dennoch stabile Erträge: Der S&P 500 mit 193,3 %, Gold mit 125,8 %. US-Staatsanleihen bleiben wertstabil: 5-jährige Anleihen mit 157,1 %, 10-jährige mit 86,8 %. Rohöl wächst nur um 4,3 %, deutlich schwächer als andere Anlagen.

Diese Dekade zeigt, dass Bitcoin das Asset mit dem höchsten Wachstumspotenzial ist, während Gold, Anleihen und Aktien für risikoaverse Investoren sicherere, niedrig verzinste Alternativen bieten. Dennoch war Bitcoin damals noch eine relativ neue Anlage mit deutlich kleinerer Marktkapitalisierung, was sein rasantes Wachstum ermöglichte.

War die Volatilität von Bitcoin in den letzten zehn Jahren hoch?

Die enormen Kursgewinne der letzten zehn Jahre gingen mit erheblichen Schwankungen einher. Der Tiefpunkt lag bei 172,15 USD, der Höchststand bei 103.679 USD. Die nachfolgenden Diagramme zeigen die Zyklen von Bitcoin, die zufällig alle vier Jahre nach Halving-Ereignissen auftreten. In diesen zehn Jahren durchlief Bitcoin zwei Bullenmärkte, 2017–2018 und 2020–2021, und befindet sich aktuell in einem weiteren Bullenzyklus. Gegen Ende der Zyklen fallen die Preise oft um mehr als 70 % vom Hoch, was die hohe Volatilität unterstreicht. Diese extremen Schwankungen machen Bitcoin zu einer riskanten, aber potenziell sehr profitablen Anlage, attraktiv für Growth-Investoren, aber herausfordernd für Stabilitätssuchende.

Korrelieren Bitcoin und andere Anlagen?

Neben der Volatilität zeigt die Beziehung zwischen Bitcoin und anderen Hauptanlagen wie dem S&P 500 und Gold, wie sich Bitcoin verhält:

Bitcoin und S&P 500

Über die Jahre war die Korrelation zwischen Bitcoin und dem S&P 500 (blau dargestellt) nicht stabil. Vor 2018 lag sie meist bei null. Das deutet darauf hin, dass Bitcoin in diesem Zeitraum weitgehend unabhängig vom Aktienmarkt agierte. Seit 2020 hat sich die Korrelation jedoch verstärkt, insbesondere während der COVID-19-Pandemie, als Bitcoin und Aktien stärker gemeinsam schwankten. Die Preis-Korrelation stimmt auch mit den Anstiegen von Bitcoin in 2018, 2020 und 2024 überein.

Bitcoin und Gold

Bei Gold zeigt Bitcoin eine inverse Korrelation zu Gold, was bedeutet, dass beide Anlagen meist unabhängig voneinander schwanken. Zudem ist die Korrelation mit Bitcoin-Preisen oft negativ: Wenn der Bitcoin-Preis steigt, sinkt die Korrelation, und umgekehrt. Das deutet darauf hin, dass Investoren bei schwachem Bitcoin-Performance eher in Gold flüchten. Während makroökonomischer Ereignisse kann die Korrelation kurzfristig stark ansteigen, was die Reaktion beider Assets auf ähnliche Marktsituationen widerspiegelt. Dennoch hat Bitcoin noch nicht vollständig den Status des „digitalen Goldes“ erreicht.

Vergleich der 10-Jahres-Performance traditioneller Anlagen und Bitcoin:

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