Yi Jaemyung hinterfragt: Müssen Sie zwei Tage warten, um Geld für Aktien zu erhalten? Südkoreanische Börsen erwägen die Einführung von Blockchain-Transaktionen

CryptoCity

Südkorea prüft das T+2-Abwicklungssystem, Lee Jae-myung stellt die Frage nach sofortiger Abrechnung. Die Börse schlägt erstmals Blockchain und Tokenisierung vor, was den Kapitalmarkt möglicherweise in Richtung T+0-Transformation führt.

Der koreanische Aktienmarkt bleibt stark, doch nach dem 27. Februar kam es wegen des Iran-Kriegs an zwei Handelstagen zu Handelsaussetzungen. Doch die Kurse erholten sich schnell, und vor Redaktionsschluss sind nur noch 10 % Abstand zum historischen Hoch. Doch die koreanische Finanzwelt überprüft aufgrund eines scheinbar einfachen Problems das seit Jahren bestehende Handelssystem neu.

Präsident Lee Jae-myung kritisierte kürzlich die Kernwidersprüche des aktuellen „T+2“-Abwicklungssystems: „Warum muss man beim Aktienverkauf bis übermorgen warten, um das Geld zu bekommen?“ Diese Aussage deckt nicht nur die Effizienzprobleme des traditionellen Kapitalmarkts auf, sondern rückt auch die Blockchain-Technologie in den Mittelpunkt der Reformdiskussion.

Mögliche Blockchain-Transaktionen an der koreanischen Börse

Derzeit nutzt der koreanische Aktienmarkt noch das System, bei dem nach Abschluss des Handels die Übertragung von Geld und Wertpapieren zwei Geschäftstage dauert. Das bedeutet, dass Investoren auch nach dem Verkauf noch auf die Geldeingänge warten müssen; Käufer können innerhalb eines bestimmten Zeitraums den Restbetrag nachzahlen. Diese Struktur basiert auf komplexen Abläufen bei Clearingstellen, Gegenparteirisiko-Management und Kapitaldisposition, gilt aber in Zeiten digitaler und hochfrequenter Transaktionen als ineffizient.

Angesichts der Kritik hat der Vorsitzende der koreanischen Börse, Jeong Eun-foo, angekündigt, die Abwicklungszyklen zu verkürzen und sich an internationalen Trends zu orientieren, sogar proaktiv Reformen zu planen. Noch wichtiger ist, dass erstmals die potenzielle Rolle der Blockchain-Technologie ausdrücklich erwähnt wurde. Er ergänzte: „Wenn zukünftig Blockchain-Technologie für den Handel eingesetzt wird, könnten Abwicklungs- und Clearingprozesse wegfallen, um eine Echtzeit-Zahlung zu ermöglichen.“

Wenn „Warum zwei Tage warten?“ aufkommt, ist die Tokenisierung und T+0-Abwicklung noch weit entfernt

Die USA haben im vergangenen Jahr die Abwicklungsfrist von T+2 auf T+1 verkürzt, Europa plant ähnliche Schritte. Weltweit bewegen sich die Märkte in Richtung kürzerer Abwicklungszyklen oder sogar Echtzeit-Abwicklung (T+0). Im Vergleich zur traditionellen Systemoptimierung durch Zeitverkürzung bedeutet die Frage „Warum zwei Tage warten?“ eine grundlegende Veränderung der zugrunde liegenden Logik des Kapitalmarkts.

Nach dem Gamestop-Skandal hat der US-Broker Robinhood intensiv für eine Reform des Clearing-Systems geworben, was letztlich dazu führte, dass die Abwicklungsfrist in den USA von T+2 auf T+1 verkürzt wurde. Doch das Problem ist damit nicht gelöst: In einer Ära von 24-Stunden-Nachrichtenzyklen und Echtzeit-Transaktionen bedeutet T+1 immer noch, dass Freitag getätigte Trades faktisch zu T+3 werden, im langen Wochenende sogar zu T+4.

Robinhood-CEO Vlad Tenev sagte: „Das ist immer noch zu langsam, das Risiko besteht weiterhin.“ Doch die Lösung liegt nicht im Reparieren, sondern im Austausch des Systems: Tokenisierung von Aktien

Tenev ist überzeugt, dass der Durchbruch in der Tokenisierung (Asset Tokenization) liegt. Aktien in Form von auf der Blockchain existierenden Tokens zu konvertieren, ermöglicht nicht nur eine sofortige Abwicklung (real-time settlement), 24/7-Handel, native Bruchstücke (Fractionalization) sowie niedrigere Clearing- und Kapitalkosten. Noch wichtiger ist, dass dadurch systemische Risiken erheblich reduziert werden, da Clearingstellen und Broker während der Abwicklung keine großen Unsicherheiten mehr tragen müssen. Die Notwendigkeit von Handelsbeschränkungen würde somit entfallen.

  • Dieser Artikel wurde mit Genehmigung von „Chain News“ übernommen
  • Originaltitel: „Lee Jae-myung stellt die Frage ‚Warum müssen Aktien zwei Tage warten, um das Geld zu bekommen?‘, Koreanische Börse erwägt Einführung von Blockchain-Transaktionen“
  • Originalautor: Neo
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