Amazon-Gründer Jeff Bezos arbeitet an einem KI-Investitionsfonds in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar. Der Fonds wird gemeinsam mit seinem KI-Startup Project Prometheus betrieben, das sich auf die Fertigungs-, Raumfahrt- und Ingenieurbranche konzentriert. Ziel ist es, durch KI-Technologien die Produktionseffizienz und -qualität zu steigern und die Branchen aufzuwerten.
WSJ: Bezos sammelt 100 Milliarden US-Dollar für KI-Fonds, im Vergleich zum SoftBank Vision Fund
Laut dem Wall Street Journal verhandelt Bezos mit Investoren aus dem Nahen Osten und Südostasien, um einen „Transformationsfonds für die Fertigungsindustrie“ in Höhe von bis zu 100 Milliarden US-Dollar aufzubauen. Dieser soll mit dem SoftBank Vision Fund (SVF1 & SVF2) konkurrieren und könnte einer der größten Technologiefonds weltweit werden.
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Der Fonds wird parallel zu Project Prometheus laufen, das Bezos im November 2025 gegründet hat. Das Unternehmen wird von Bezos und dem ehemaligen Google-Forscher Vik Bajaj geleitet, mit Startkapital von 6,2 Milliarden US-Dollar.
Im Gegensatz zu den aktuellen generativen KI-Anwendungen, die sich auf Text- und Bildverarbeitung konzentrieren, fokussiert sich das neue KI-Startup auf die Anwendung in Ingenieurdesign, Fertigungsprozessen und Raumfahrt. Durch die Analyse physikalischer Daten soll die Produktivität und Qualität in Unternehmen verbessert werden.
Investitionsstrategie: Digitale KI-Transformation traditioneller Unternehmen, Ausbau in Luft- und Raumfahrt sowie Industrie
Insider berichten, dass der Fonds nicht nur in KI-Unternehmen investieren, sondern auch direkt traditionelle Firmen übernehmen oder investieren will. Dabei sollen Prometheus-Technologien zur Modernisierung eingesetzt werden. Dieses Modell ähnelt einer Kombination aus Private Equity und technologischem Innovation, mit dem Schwerpunkt auf „KI-gestützte Modernisierung bestehender Branchen“ statt nur auf Startups.
Bezos hat früher betont, dass KI nahezu alle Unternehmen beeinflussen wird, insbesondere in der Fertigung, wo sie die Produktqualität und Effizienz deutlich verbessern kann. Diese Überzeugung zeigt sich auch in seinen Aktivitäten, bei denen KI von digitalen Anwendungen auf physische Industrien ausgeweitet wird, um die industrielle Modernisierung voranzutreiben.
Gleichzeitig verhandelt Prometheus auch die Beschaffung von bis zu 6 Milliarden US-Dollar an Kapital. Kürzlich hat das Unternehmen den von Bezos investierten Raumfahrtkonzern Blue Origin-CEO David Limp in den Vorstand berufen.
Wettbewerb im KI-Bereich: Von generativen Anwendungen zur industriellen Infrastruktur
Mit dem Fortschreiten der KI-Entwicklung verschiebt sich der Fokus der Industrie von Chatbots und Content-Generierung hin zu grundlegenderen Bereichen wie Fertigung, Wissenschaft und Engineering. Bezos’ Engagement hat eine strategische Bedeutung, um die KI-Entwicklung in Richtung der Umgestaltung der physischen Welt zu lenken. Es zeigt auch, wie Technologiegiganten durch Kapital und technologische Integration die globale Industrie verändern.
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