BTQ startet Bitcoin Quantum Testnetz mit BIP 360, führt Pay to Merkle Root ein und ermöglicht Tests für quantenresistente Transaktionen.
BTQ Technologies hat einen neuen Schritt in der Bitcoin-Forschung mit einer funktionierenden Quanten-Testumgebung gemacht.
Das Unternehmen bestätigte, dass es den Bitcoin Improvement Proposal 360 auf seinem Bitcoin Quantum Testnetz implementiert hat, um eine Live-Umgebung für das Testen neuer Transaktionsmethoden bereitzustellen.
BTQ Technologies kündigte die Version 0.3.0 des Bitcoin Quantum Testnets an. Dieses Netzwerk enthält die erste funktionale Umsetzung von BIP 360.
Das Upgrade erlaubt Entwicklern, neue Transaktionsstrukturen in einer kontrollierten Umgebung zu testen.
Das Testnetz ist vom Hauptnetzwerk getrennt. Es soll erforschen, wie Bitcoin unter zukünftigen Quantenbedingungen funktionieren könnte. Diese Einrichtung ermöglicht sicheres Testen, ohne bestehende Systeme zu beeinträchtigen.
CEO Olivier Roussy Newton sagte: „BIP 360 stellt den wichtigsten Schritt der Bitcoin-Community in Richtung Quantenresistenz dar.“ Er fügte hinzu, dass der Vorschlag jetzt aktiver Code und keine Theorie mehr ist.
Das Quanten-Technologieunternehmen BTQ Technologies hat erfolgreich die erste funktionale Umsetzung des Bitcoin Improvement Proposal BIP-360 auf seinem Bitcoin Quantum Testnetz (v0.3.0) implementiert. BIP-360 führt einen neuen Ausgabetyp namens „Pay-to-Merkle-Root“ ein, der darauf abzielt… pic.twitter.com/GyB0RXAZzo
— Wu Blockchain (@WuBlockchain) 19. März 2026
Das Release umfasst auch vollständige Wallet-Unterstützung. Nutzer können Transaktionen im neuen Format erstellen und versenden. Damit wird das Testen für Entwickler und Forscher zugänglicher.
BIP 360 führt einen neuen Ausgabetyp namens Pay to Merkle Root ein. Dieses Format ändert, wie Transaktionsdaten gespeichert und verifiziert werden. Es begrenzt auch, wann öffentliche Schlüssel on-chain offengelegt werden.
Das Design zielt darauf ab, Risiken im Zusammenhang mit Quantencomputing zu verringern. Aktuelle Systeme basieren auf elliptischer Kurvenkryptographie. Zukünftige Quanten-Systeme könnten diesen Schutz schwächen.
Durch die Umstrukturierung der Transaktionspfade vermeidet P2MR in bestimmten Fällen die Offenlegung von Schlüsseln.
Dieser Ansatz könnte helfen, Gelder zu schützen, falls die Quantenbedrohung zunimmt. Das Modell bleibt kompatibel mit bestehenden Skripting-Tools.
BTQ erklärte, dass dieses Format Systeme wie Lightning und BitVM unterstützt. Es stimmt auch mit den Skalierungsbemühungen im Bitcoin-Ökosystem überein.
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Das Bitcoin Quantum Testnetz umfasst vollständige Transaktionsabläufe. Nutzer können Wallets aufladen und Transaktionen innerhalb des Systems signieren. Das ermöglicht direkte Tests neuer Funktionen.
Entwickler können beobachten, wie sich P2MR unter verschiedenen Bedingungen verhält. Die Umgebung hilft auch, Leistung und Sicherheit zu testen.
Dies unterstützt die laufende Forschung zu quantenresistenten Systemen.
BTQ sagte, das Ziel sei es, eine nutzbare Testplattform bereitzustellen. Das Unternehmen möchte die Zusammenarbeit in der Entwicklergemeinschaft fördern.
Forscher können innerhalb dieses Rahmens Werkzeuge entwickeln und testen. Das Testnetz entfernt auch das Key-Path-Spend-Modell, das in Taproot verwendet wird.
Diese Änderung soll die Risiken durch die Offenlegung öffentlicher Schlüssel verringern. Das System unterstützt weiterhin flexible Skripting-Optionen für Entwickler.