Das US-Finanzministerium kündigte an, dass zur Feier des 250. Jahrestages der Gründung im Juni dieses Jahres erstmals eine US-Note mit der Unterschrift von Donald Trump gedruckt wird. Dies ist das erste Mal, dass die Unterschrift eines amtierenden Präsidenten auf US-Banknoten erscheint, und markiert gleichzeitig das Ende der Tradition, die seit 1861 die Unterschrift eines Finanzbeamten auf den Scheinen vorsah.
(Vorheriger Kontext: Goldman Sachs prognostiziert eine 30%ige Rezessionswahrscheinlichkeit für die USA in diesem Jahr und besteht auf zwei Zinssenkungen bis Jahresende)
(Hintergrund: Bloomberg warnt vor zunehmenden Spannungen durch den Iran-Krieg, Händler wetten auf eine Notfall-Zinserhöhung der Federal Reserve innerhalb weniger Wochen)
Das US-Finanzministerium gab bekannt: Die Unterschrift des amtierenden Präsidenten Donald Trump wird beispiellos auf US-Noten erscheinen. Die ersten 100-Dollar-Noten mit den Unterschriften von Trump und Finanzminister Steven Mnuchin sollen ab Juni dieses Jahres gedruckt werden, die anderen Nominalwerte folgen anschließend.
Diese Entscheidung bedeutet gleichzeitig das Ende einer 165-jährigen Tradition: Seit 1861 tragen US-Noten die Unterschriften zweier Beamter:
Auf dem Bild auf der linken Seite sind die Unterschriften des Finanzministers und des US-Schatzmeisters zu sehen.
Finanzminister Steven Mnuchin erklärte:
„Im zweiten Amtsjahr von Präsident Trump zum 250. Jahrestag der Gründung Amerikas, in einer Zeit, in der die US-Wirtschaft stark wächst, die Finanzmärkte stabil sind und der US-Dollar weltweit führend bleibt, ist es nur passend, den Namen unseres großartigen Landes und Präsident Trump auf den Scheinen zu tragen. Es gibt keinen besseren Weg, dieses historische Verdienst zu würdigen.“
Rechtlich gesehen erlaubt das US-Gesetz dem Finanzministerium, das Design der Banknoten zur Verhinderung von Fälschungen zu ändern, solange bestimmte Elemente wie „In God We Trust“ erhalten bleiben. Zudem dürfen nur verstorbene Persönlichkeiten auf Banknoten abgebildet werden; lebende Personen sind gesetzlich eingeschränkt. Allerdings gibt es keine Regelung gegen Unterschriften, weshalb Trumps Unterschrift auf den Scheinen legal ist.
Die Unterschrift auf den Banknoten ist nur die neueste Episode in der „Namenstaktik“ des Weißen Hauses. Seit Trumps Amtsantritt wurden zahlreiche Bundesgebäude, Kriegsschiffe und Kunstzentren nach ihm benannt. Zuvor scheiterte ein Plan, ein 1-Dollar-Münzstück mit Trumps Porträt zu prägen, da das US-Gesetz die Verwendung lebender Persönlichkeiten auf Münzen verbietet.
Dieses Mal gelten unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen für Papiergeld und Münzen. Man kann nur sagen, dass die Beamten im Weißen Haus wirklich alles tun, um Trump zu schmeicheln.