Die US-Regierung hat über Pakistan einen 15-Punkte-Rahmen für einen Friedensplan bei Iran eingereicht und geht davon aus, dass sie am Freitag die Gegenangebote aus Teheran erhält. Der US-Außenminister Marco Rubio hat enthüllt, dass beide Seiten „konkrete Fortschritte“ erzielt hätten, und dabei darauf hingewiesen, dass die Energieflüsse durch die Straße von Hormus zunehmen. Der Sprecher des Weißen Hauses betonte jedoch, dass die militärischen Operationen der US-Streitkräfte trotz der gleichzeitigen Erkundung diplomatischer Möglichkeiten weitergeführt werden.
(Vorgeschichte: Reuters: US-Geheimdienst bestätigt „vernichtete nur ein Drittel der iranischen Raketen“; riesiges Waffenarsenal bleibt dennoch bedrohlich?)
(Hintergrund-Ergänzung: Israels Verteidigungsminister: Angriffe gegen den Iran würden weiter eskalieren; der Iran, der weiterhin Raketen abfeuert, werde dafür einen bitteren Preis zahlen)
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Wird das wochenlange Feuer zwischen den USA und dem Iran, das sich mittlerweile seit knapp einem Monat hinzieht, nun offenbar zu einem konkreten diplomatischen Durchbruch führen? Wie das CBS News unter Berufung auf mehrere Informanten berichtet, wurde US-Präsident Donald Trump und hochrangigen Vertretern im Weißen Haus bekannt, dass der Iran gegen den „15-Punkte-Friedensabkommensrahmen“ der USA ein Gegenangebot vorgelegt hat, das voraussichtlich am Freitag (27.) vor Ort über Mittelsmänner überbracht werden soll.
Der US-Sondergesandte für den Nahen Osten, Steve Witkoff, bestätigte, dass die Trump-Regierung Pakistan als Vermittler nutzt, um Iran diesen potenziellen Friedens- und Verhandlungsplan zu überreichen. Regionale Informanten zufolge hat Pakistan nicht nur Kontakt zum Außenministerium des Iran aufgenommen, sondern auch direkt eine Verbindung zu den „iranischen Sicherheitsbehörden“ hergestellt, die die tatsächliche Kontrolle über das Land ausüben.
Steve Witkoff erklärte, dass das Kernteam der Trump-Administration mit aller Kraft in diese äußerst herausfordernde Verhandlung investiere. Neben Witkoff und seinem Schwiegersohn Jared Kushner seien auch Außenminister Marco Rubio sowie Vizepräsident JD Vance aktiv eingebunden. Berichten zufolge führen zudem mehrere regionale Staaten wie die Türkei Gespräche mit dem obersten iranischen Diplomaten Abbas Aragchi, um das Zustandekommen der Verhandlungen zu fördern.
Bezüglich des Verhandlungsstands gab Rubio optimistische Signale. Er sagte, dass die Vermittler aktiv Botschaften übermitteln und beide Seiten „einige konkrete Fortschritte“ gemacht hätten. Rubio hob besonders hervor, dass derzeit durch den globalen Schlüssel-Energie-Korridor, die Straße von Hormus (Strait of Hormuz), die „Menge an Energie kontinuierlich zunimmt“—und genau das sei der beste Beleg dafür, dass die Verhandlungen Fortschritte machen.
Außerdem habe Trump öffentlich erklärt, der Iran habe zugestimmt, dass „sie niemals Nuklearwaffen besitzen werden“. Berichte ergänzen jedoch, dass der Iran seit langem betont, niemals Kernwaffen anzustreben, und diese Haltung mehrfach in der internationalen Vereinbarung von 2015 sowie in den öffentlichen Erklärungen aus dem Jahr 2026 bekräftigt habe.
Obwohl die diplomatische Vermittlung Hoffnung aufkommen lässt, hat die US-Regierung ihre militärischen Maßnahmen nicht zurückgefahren. Weißen Haus-Sprecherin Karoline Leavitt veröffentlichte am Freitag eine Erklärung, in der sie betonte:
„Dies sind sensible diplomatische Gespräche, und die USA werden keine Verhandlungen über die Medien führen.“
Gleichzeitig richtete sie eine Warnung an den Iran:
„Während Präsident Trump und seine Verhandlungsvertreter nach dieser neu aufkommenden diplomatischen Möglichkeit suchen, wird die ‚Operation Epic Fury‘ weiterhin unvermindert fortgesetzt, um die militärischen Ziele des Oberbefehlshabers der Streitkräfte und des Pentagons zu erreichen.“