In einem neuen Interview mit Fox Business betonte der Ripple-CEO Brad Garlinghouse, dass das Unternehmen in eine Phase starken Wachstums übergeht, während der Kryptomarkt weiterhin stark schwankt. Er sagte, dass Ripple im vergangenen Jahr zwei große Übernahmen durchgeführt habe, darunter GTreasury – ein Deal, der die Reichweite des Unternehmens erheblich erweitert habe.
Am auffälligsten ist die Zahl von 13.000 Milliarden USD Zahlungsvolumen, das Ripple im vergangenen Jahr abgewickelt hat, aber die gesamte Menge dieses Volumens ist noch nicht durch Stablecoins oder Krypto gelaufen. Für Garlinghouse ist das genau die Chance: Wenn ein Großteil der Unternehmensgelder weiterhin auf traditioneller Infrastruktur läuft, dann gibt es ein sehr großes Wachstumspotenzial für den Wechsel zu On-Chain.
Garlinghouse beschreibt Stablecoins als „ChatGPT-Moment“ des Finanzwesens und betont, dass die heutige Zahlungsinfrastruktur immer noch zu langsam und zu unflexibel im Vergleich zu den Anforderungen des Marktes sei. Während das Überweisen zwischen traditionellen Systemen oft ein paar Tage dauert, kann Stablecoin Zahlungen nahezu in Echtzeit ermöglichen – unabhängig von der Tageszeit.
Ripple nutzt außerdem die Welle des Interesses von Unternehmen, Banken und Fintechs an Tokenisierung, der Verwahrung digitaler Vermögenswerte und Zahlungen mit Stablecoins. Für das Unternehmen liegt der Fokus derzeit nicht nur auf XRP, sondern auch darauf, ein Set an digitaler Finanzinfrastruktur aufzubauen, das den tatsächlichen Bedürfnissen von Unternehmen gerecht wird.
Die Botschaft, die Garlinghouse vermittelt, ist ziemlich klar: Der Großteil des gewaltigen Volumens der Finanzwelt befindet sich weiterhin außerhalb der Blockchain, und genau dort möchte Ripple Fuß fassen.