In jüngster Zeit gab es bei den Schifffahrtsaktivitäten in der Straße von Hormuz (Strait of Hormuz) deutliche Veränderungen. Drei große Energie-Transportschiffe mit Flagge Oman wählten eine Fahrroute, die dicht an der omanischen Küstenlinie entlangführt, um die vom Iran kontrollierten nördlichen Routen zu umgehen. Der Vorfall macht die ernsten Herausforderungen deutlich, denen die globale Energielieferkette unter einem lokalen geostrategischen Konflikt ausgesetzt ist. Die Bewegungen dieser drei Schiffe, darunter zwei Supertanker und ein Schiff zur Beförderung von Flüssigerdgas (LNG), sind zu einem wichtigen Gradmesser für die Lage im Nahen Osten geworden, der von Marktbeobachtern genau verfolgt wird.
Drei omanische Tanker betreten die Straße von Hormuz entlang der omanischen Küstenlinie
Laut einem Bericht von Bloomberg scheinen drei Tanker, die als im Besitz Omans gelten, entlang der omanischen Küstenlinie in die Straße von Hormuz zu fahren. Das unterscheidet sich von der iranischen Nordroute, der nach dem Ausbruch des Konflikts einige Schiffe folgten. Diese Schiffe werden von einem Schifffahrtsunternehmen mit Sitz in Oman verwaltet, darunter zwei Supertanker und ein Schiff zum Transport von Flüssigerdgas. Es handelt sich dabei um die größten Tankerarten; eines der Schiffe ist seit Beginn des Krieges der erste Flüssigerdgas-Transporter, der den Golf verließ. Die Wahl der Südrouten spiegelt die Risikomanagement-Strategien der Reedereien wider, die unter Bedingungen geografischer und regulatorischer Einschränkungen agieren.
Mechanismen der Passage durch die Straße von Hormuz und regionale Machtspiele
Eine tatsächliche Blockade und Neustrukturierung der Straße von Hormuz steht derzeit im Mittelpunkt. Der Iran versucht, ein neues System für Durchgangsgebühren aufzubauen. Dabei sollen pro Passage bis zu zwei Millionen US-Dollar gezahlt werden, und es wird mit Oman eine Überwachungsvereinbarung ausgearbeitet. Solche Schritte, die eine strategische Wasserstraße politisieren, erhöhen die Schifffahrtskosten erheblich. Schiffe mit omanischer Flagge wählen deshalb möglicherweise die Südrouten, um dem Gebührensystem zu entgehen.
Die derzeit behinderte Schifffahrt durch die Straße von Hormuz hat bereits Auswirkungen auf die Makroökonomie. Am deutlichsten ist der Anstieg der Energiepreise. Das Risiko von Unterbrechungen in der Lieferkette führt zu einer „Risikoprämie“ auf dem Markt, was Schwankungen bei den Energiepreisen auslöst. Das erhöht nicht nur den Druck auf die importierte Inflation in den einzelnen Ländern, sondern stellt auch Staaten, die auf Energie aus dem Nahen Osten angewiesen sind, vor Herausforderungen. Zudem bringt es politische Entscheidungsträger der wichtigsten Volkswirtschaften unter Druck.
Dieser Artikel „Neue Hormuz-Route? Drei Tanker betreten die Straße von Hormuz entlang der omanischen Küstenlinie“ erschien frühestens auf „Kettennachrichten ABMedia“.