BlockBeats Nachrichten, 2. Februar 2024, berichtet DLNews, dass die französische Polizei drei Männer in den Zwanzigern festgenommen hat, die verdächtigt werden, einen 74-jährigen Mann entführt und gefoltert zu haben, um von seinem Sohn Kryptowährungen im Wert von 3,5 Millionen US-Dollar zu erpressen. Beamte sagten, dass der 74-Jährige fast 16 Stunden lang von der Bande gefoltert wurde.
Laut französischen Medien Actu 17 gab die Polizei an, dass die drei Männer am 25. Januar in den frühen Morgenstunden den unbekannten Opfer aus seinem Haus in der Stadt Valence, Département Drôme, entführt haben. Das Opfer wurde gewaltsam in ein Auto gezwängt und in einem Hinterzimmer einer Bar in Valence gebracht. Berichten zufolge haben die Angreifer dort ein Video aufgenommen, in dem sie das Opfer foltern. Anschließend sendete die Bande das Foltervideo verschlüsselt an den Sohn des Opfers und forderte eine ungenannte Kryptowährung als Lösegeld. Als sie schließlich erkannten, dass der Sohn des Opfers kein „Krypto-Millionär“ war, sondern nur ein Webentwickler mit wenig Krypto-Vermögen, beschlossen sie, den Opfer noch am selben Abend um 23 Uhr freizulassen, ihn aus dem Auto zu schieben und auf die Straße zu setzen.
Entführungen und andere Gewalttaten im Zusammenhang mit Kryptowährungen nehmen weltweit zu. Besonders in Frankreich ist die Lage auffällig. Laut Certik wurden in dem Land 19 sogenannte „Schraubenschlüssel-Angriffe“ gemeldet, bei denen durch Gewalt Drohungen Kryptowährungen erpresst werden. Im vergangenen Jahr konnten französische Behörden den Mitbegründer der Kryptowährungs-Hardwarefirma Ledger, David Balland, und seine Frau erfolgreich befreien, die von Kriminellen entführt worden waren, die Lösegeld erpressen wollten.