Odaily Planet Daily berichtet: Der Gründer und Chief Investment Officer des „Black Swan Fonds“ Universa Investments, Mark Spitznagel, erklärt, dass der Aufwärtstrend an den US-Aktienmärkten seit Jahren keineswegs vorbei ist — zumindest momentan sieht es so aus.
In einem kürzlich an Investoren gerichteten Schreiben schrieb Spitznagel, dass der Markt im kommenden Jahr weiterhin im „Goldlöwenbereich“ verbleiben werde — mit fallender Inflation und Zinsen, einer wirtschaftlichen Abschwächung, aber ohne Übermaß, und einer Stimmung, die sich in Richtung Euphorie bewegt — die Aktienmärkte werden weiter steigen und mit einem starken Anstieg enden. Er ergänzte jedoch, dass „die größte Blase in der Menschheitsgeschichte“ sich derzeit in der Endphase befinde.
Der von Spitznagel geführte Hedgefonds besteht seit fast zwanzig Jahren und konzentriert sich auf Tail-Risk-Hedging, also den Schutz von Investmentportfolios vor einem nächsten großen Crash. Er erklärte, dass die Aktienmärkte weiter steigen werden, solange die Wirtschaft resilient bleibt — eine Ansicht, die er seit Ende 2022 vertritt. In einem Interview sagte er, dass die Markt-Euphorie den S&P 500 auf 8000 Punkte oder sogar höher treiben könnte — gefolgt von einer heftigen Umkehr.
Besorgniserregend ist: Wenn die Federal Reserve die aktuellen Zinssätze langfristig beibehält, wird es für Unternehmen zunehmend schwierig, Kapital zu beschaffen. Spitznagel sagte, obwohl die Wirtschaft robust erscheine, gebe es eine verzögerte Wirkung der Geldpolitik, und die Fed sei bei der Überwachung von verzögerten Indikatoren wie der Inflation zu sehr hinter der Entwicklung her.
„Die Fed bleibt derzeit untätig, doch mit der allmählichen Verschlechterung der Wirtschaft werden die Märkte erwarten, dass weitere Lockerungsmaßnahmen folgen“, sagte er. Vor diesem Hintergrund werden die Aktienmärkte in Erwartung weiterer Zinssenkungen steigen, nur um bei einer wirtschaftlichen Abschwächung schnell wieder einzubrechen. „Irgendwann wird die Fed machtlos sein, genau wie 2007 und 2008.“