Ehemals im Krypto-Ring berühmt gewordener FTX-Gründer Sam Bankman-Fried (SBF) hoffte ursprünglich, dass US-Präsident Donald Trump ihm als „Lebensretter“ aus dem Gefängnis helfen könnte. Nun ist dieses Licht der Hoffnung endgültig erloschen. Trump äußerte sich in einem Interview mit der „New York Times“ eindeutig dahingehend, dass er nicht beabsichtige, seine Amtsbefugnis zur Begnadigung zu nutzen, um die 25-jährige Haftstrafe von SBF zu verkürzen. Dieses Interview berührte mehrere hochkarätige Rechtsfälle. Als Trump auf die Ablehnung einer Begnadigung für den in Sexskandalverfahren verstrickten Rapper „Diddy“ einging, wandte er sich sofort dem gescheiterten ehemaligen Krypto-Idol zu und sagte offen, dass SBF nicht auf seiner „Barmherzigkeitsliste“ stehe. Während SBF seine Haftstrafe verbüßt, setzen seine Eltern – die ehemalige Stanford Law Professorin Barbara Fried und Joseph Bankman – alles auf eine Karte. Es wird berichtet, dass die beiden häufig zwischen Washingtons Politikern und Trumps engstem Kreis mit Anwälten pendelten, um für eine Begnadigung zu lobbyieren. In den letzten Monaten hat SBF auch auf der Social-Media-Plattform X stark an seinem Image gearbeitet, indem er mehrere pro-Republikanisch gestimmte Beiträge veröffentlichte und sogar die Entscheidung Trumps, den ehemaligen honduranischen Präsidenten zu begnadigen, lobte, um bei diesem „Krypto-Präsidenten“ Sympathien zu gewinnen. Doch Trump scheint nicht darauf einzusteigen. Obwohl Trump sich selbst als starken Unterstützer digitaler Vermögenswerte sieht und auch im Krypto-Geschäft tätig ist, distanziert er sich klar von SBFs Jahrhundert-Betrugsfall. Interessanterweise teilen SBF und „Diddy“ nicht nur denselben Berufungsanwalt, Alexandra Shapiro, sondern sollen während ihrer Zeit im Brooklyn Metropolitan Detention Center (MDC) sogar in derselben Zelle untergebracht gewesen sein, was im Gefängnis für Gesprächsstoff sorgt. Im Interview lehnte Trump nicht nur SBF ab, sondern nannte auch eine Reihe von „absolut nicht zu rettenden“ Personen, darunter den korrupten ehemaligen New Jersey Senator Robert Menendez sowie den kürzlich grenzüberschreitend von US-Streitkräften festgenommenen venezolanischen Führer Nicolás Maduro.