Frankreichs führender Anbieter von Kryptowährungs-Hardware-Wallets Ledger hat heute die Financial Times enthüllt, dass er Investmentbanken wie Goldman Sachs, Jefferies und Barclays beauftragt hat, um einen Börsengang (IPO) in den USA vorzubereiten, der mit einer Bewertung von über 4 Milliarden US-Dollar verbunden sein könnte.
Insider verraten, dass Ledger derzeit mit Bankern von Goldman Sachs, Jefferies und Barclays zusammenarbeitet, um diese Transaktion voranzutreiben, wobei der Börsengang möglicherweise noch in diesem Jahr abgeschlossen werden könnte. Allerdings warnen Quellen auch, dass der Plan noch Änderungen unterliegen kann. Ledger, Goldman Sachs, Jefferies und Barclays lehnen Kommentare dazu ab.
Ledger verkauft Hardware-Geräte, die USB-Stick-ähnlich sind und es Krypto-Investoren ermöglichen, ihre Token sicher zu speichern. Das Unternehmen wurde 2014 in Paris gegründet und erreichte nach Finanzierungen durch Investoren wie True Global Ventures aus Singapur und 10T Holdings im Jahr 2023 eine Bewertung von 1,5 Milliarden US-Dollar.
Wenn der Börsengang diesmal erfolgreich verläuft, wird die Bewertung von Ledger in nur wenigen Jahren von 1,5 Milliarden US-Dollar auf über 4 Milliarden US-Dollar steigen, was einem Anstieg von über 166 % entspricht.
Seit US-Präsident Trump vor einem Jahr das Weiße Haus wieder betreten hat, sind Krypto-Unternehmen bei den Märkten äußerst beliebt. Die Trump-Regierung unterstützt die Digital-Asset-Branche stark und hat Kryptowährungen zu einer nationalen strategischen Priorität gemacht, was dazu geführt hat, dass Dutzende von Unternehmen in den USA an die Börse gegangen sind.
Der Krypto-Depot-Anbieter BitGo hat diese Woche an der New York Stock Exchange (NYSE) gelistet, mit einer Zielbewertung von 2 Milliarden US-Dollar, und ist damit der erste Digital-Asset-IPO im Jahr 2026. Im vergangenen Jahr haben die Stablecoin-Emittentin Circle sowie die Börsen Gemini und Bullish bereits in den USA den Börsengang vollzogen.
Ledger-CEO Pascal Gauthier gab im November letzten Jahres gegenüber der Financial Times offen zu, dass er einen Börsengang in den USA in Erwägung ziehe:
„Heutzutage sind die Krypto-Finanzierungen alle in New York, sonst nirgendwo auf der Welt, und Europa schon gar nicht.“
Gauthier sagte, Ledger erlebe ein Rekordjahr, mit Umsätzen im „dreistelligen Millionenbereich“, da immer mehr Krypto-Investoren, die sich vor Hackern fürchten, die Hardware des Unternehmens kaufen.
Laut einer Studie des Blockchain-Analyseunternehmens Chainalysis verursachten Krypto-Betrugs- und Betrugsfälle im vergangenen Jahr Verluste von etwa 17 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg um rund 31 % gegenüber 13 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024. Dies erklärt auch die anhaltend starke Nachfrage nach Hardware-Wallets – in einem Umfeld zunehmender Sicherheitsbedrohungen sind Self-Custody-Lösungen zur ersten Wahl für Investoren geworden.
Ledger ist derzeit einer der weltweit größten Hersteller von Hardware-Wallets und wird zusammen mit dem tschechischen Konkurrenten Trezor als Marktführer angesehen. Zu den Produkten des Unternehmens gehören das Einstiegsmodell Nano S Plus, das fortgeschrittene Nano X sowie das High-End-Modell Ledger Stax, das vom „iPod-Erfinder“ Tony Fadell entworfen wurde. Bei einem erfolgreichen IPO könnte dies einen bedeutenden Meilenstein für die Hardware-Wallet-Branche darstellen.