Malaysischer Mann verdient 1993 durch den Kauf der Domain AI.com eine Menge Geld? Ausländische Medien hinterfragen die technische Machbarkeit

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Im Internet kursieren Gerüchte, dass der malaysische Mann Arsyan Ismail im Alter von 10 Jahren die Domain AI.com für 100 US-Dollar gekauft und sie für 70 Millionen US-Dollar verkauft haben soll. Das lokale Tech-Medium Lowyat.net stellt jedoch aus zeitlichen und technischen Gründen Zweifel an dieser Geschichte an. Investoren-Tracking deutet darauf hin, dass Arsyan Ismail die Domain höchstwahrscheinlich im Jahr 2021 über die Domain-Broker-Website SAW.com erworben hat, wobei der Vorbesitzer ein kuwaitischer Sammler war.

Technische Unmöglichkeiten beim Online-Kauf im Jahr 1993

Ein weiteres malaysisches Tech-Medium, Lowyat.net, veröffentlichte heute einen Beitrag, der die Behauptung, ein 10-Jähriger hätte im Jahr 1993 eine Domain per Kreditkarte gekauft, aus technischer Sicht in Frage stellt. Laut Recherchen von Lowyat.net wurde AI.com tatsächlich am 4. Mai 1993 registriert, nur fünf Tage nachdem das World Wide Web (WWW) offiziell öffentlich zugänglich wurde – was unbestreitbar ist.

Allerdings fand die erste Online-Kreditkartentransaktion erst 1994 oder im Herbst 1993 statt, und das Online-Kartenzahlungssystem wurde erst 1996 offiziell genehmigt. Die CVV-Sicherheitsnummer auf Kreditkarten wurde erst 1997 eingeführt. Diese Zeitlinien zeigen, dass es im Mai 1993 unmöglich war, eine Domain online per Kreditkarte zu kaufen. Damals erfolgten Domain-Registrierungen hauptsächlich per E-Mail oder Telefon, und für Privatpersonen waren sie meist kostenlos (nur jährliche Wartungsgebühren waren zu zahlen).

Zudem wurde der erste Internet-Provider Malaysias, Jaring, zwar 1992 gegründet, aber der kommerzielle Internetzugang wurde erst ab 1995 flächendeckend verfügbar. Vor 1995 waren Domain-Registrierungen zwar kostenlos, aber die Besitzer mussten in der Lage sein, eigene DNS-Server zu betreiben und dauerhaft online zu sein. In jener Zeit erforderte der Betrieb einer Domain eine umfangreiche Infrastruktur und technisches Know-how, was für große Unternehmen machbar war, für einen 10-Jährigen jedoch nahezu unmöglich – sowohl technisch als auch finanziell.

Drei große technische Hürden beim Kauf von AI.com im Jahr 1993

Kein Online-Kreditkartenzahlung: Die erste Online-Transaktion mit Kreditkarte gab es erst 1994, 1993 war unmöglich

Keine breite Internetverfügbarkeit: Der kommerzielle Internetzugang in Malaysia wurde erst 1995 flächendeckend eingeführt, wie sollte ein 10-Jähriger dann online sein?

Technische Voraussetzungen: Für Domain-Management benötigte man DNS-Server und dauerhaften Internetzugang, was außerhalb der Fähigkeiten eines Kindes lag

Diese technischen Fakten widerlegen grundsätzlich die Behauptung, ein 10-Jähriger hätte 1993 eine Domain gekauft. Wahrscheinlicher ist, dass Arsyan Ismail das Kaufjahr verwechselt hat oder die Geschichte absichtlich dramatisiert wurde, um Medienaufmerksamkeit zu erregen. Im Internet ist eine Geschichte über einen „10-jährigen Investment-Genie“ viel viraler als die eines normalen Erwachsenen, der eine Domain erwirbt.

Wahrscheinliche Realität: Kauf erst 2021

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(Quelle: Wayback Machine)

Wenn der Kauf nicht 1993 stattfand, was könnte dann die Wahrheit sein? Laut Recherchen von Lowyat.net, die Investoren George Kirikos und Ermittler Bill Patterson zitieren, ist es höchstwahrscheinlich, dass Arsyan Ismail die Domain im Jahr 2021 über die Domain-Broker-Website SAW.com erworben hat, wobei der genaue Kaufpreis nicht öffentlich bekannt ist. Die Untersuchung zeigt, dass vor Arsyan Ismail die Domain AI.com im Besitz von Future Media Architects, Inc. war, einer Firma, die zum kuwaitischen Top-Domain-Sammler Thunayan Khalid AL-Ghanim gehörte.

Das bedeutet, Arsyan Ismail hat die Domain vermutlich erst 2021 gekauft und kürzlich für 70 Millionen US-Dollar weiterverkauft. Sein Gewinn könnte immer noch sehr hoch sein (wenn er die Domain für einige Millionen bis Zehnmillionen Dollar gekauft hat, ergibt sich eine Mehrfach- oder Zehnfach-Rendite). Es ist unwahrscheinlich, dass er die Domain 32 Jahre lang gehalten hat, um sie jetzt zu verkaufen. In den sozialen Medien kursiert zudem ein Beitrag, der die Geschichte des 10-Jährigen, der AI.com gekauft haben soll, in Zweifel zieht.

Der Kauf im Jahr 2021 erscheint deutlich plausibler. Zu dieser Zeit begann die breite Aufmerksamkeit für KI-Technologien (GPT-3 wurde 2020 veröffentlicht und löste einen Hype aus). Vorausschauende Investoren könnten den Wert von KI-Domains erkannt haben. Arsyan könnte die Domain für einige Millionen Dollar von einem kuwaitischen Sammler erworben haben, in Erwartung eines explosionsartigen Wachstums der KI-Branche. Diese „hochpreisige Kauf- und Verkaufsstrategie“ ist zwar weniger dramatisch als die Geschichte vom 10-Jährigen, entspricht aber eher der wirtschaftlichen Logik und technischen Realität.

Wenn der Kauf 2021 bei 5 Millionen US-Dollar lag und er sie 2025 für 70 Millionen verkauft, ergibt sich eine Rendite von 6,5 Millionen Dollar, also 1300 %, bei einer Haltedauer von vier Jahren. Das ist eine äußerst erfolgreiche Investition, aber weit entfernt von dem Mythos, die Domain 32 Jahre lang gehalten und dann verkauft zu haben.

Offenlegung des Verkäufers und steuerliche Risiken

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Der Grund, warum dieser Deal öffentlich wurde, ist eine LinkedIn-Post von Domain-Broker Larry Fisher, der den Verkäufer namentlich nennt. In der Regel bleiben bei großen Domain-Transaktionen die Identitäten von Käufer und Verkäufer anonym, vor allem wenn keine börsennotierten Unternehmen beteiligt sind. Lowyat.net analysiert, dass eine Offenlegung der Identität für den Verkäufer nachteilig sein könnte, da die malaysische Steuerbehörde (LHDN) auf diese Transaktion aufmerksam werden könnte.

Da der Verkaufspreis bei 70 Millionen US-Dollar lag und teilweise in Kryptowährungen bezahlt wurde (Berichte sprechen von Teil- oder Vollzahlung in Krypto), droht dem Verkäufer eine hohe Kapitalertragssteuer. Das malaysische Steuersystem ist komplex: Es gibt klare Steuersätze für Immobilien, aber für Domains und Kryptowährungen ist die steuerliche Behandlung unklar. Sollte die Steuerbehörde die Transaktion als Kapitalgewinn einstufen, könnten Steuersätze zwischen 10 und 30 % anfallen, was bedeutet, dass Arsyan zwischen 7 und 21 Millionen US-Dollar Steuern zahlen müsste.

Problematisch ist auch, dass die malaysische Steuerbehörde derzeit keine Kryptowährungen als Steuerzahlung akzeptiert. Wenn Arsyan Bitcoin oder USDT erhalten hat, müsste er diese zunächst in Fiat-Währung umtauschen, um Steuern zu zahlen. Bei einem aktuellen Wertverlust seiner Krypto-Assets könnte er vor der Situation stehen, Steuern auf einen Wert zu zahlen, der höher ist als sein tatsächliches Vermögen.

Es ist unklar, ob Larry Fisher den Namen des Verkäufers mit dessen Zustimmung öffentlich gemacht hat oder ob es sich um eine unbeabsichtigte Nennung handelt. Mit der Verbreitung der Nachricht in sozialen Medien und Medien wird der Verkäufer künftig wahrscheinlich einer genauen steuerlichen Prüfung unterzogen. Dieser Fall zeigt allen großen Transaktionsakteuren: Im Krypto-Zeitalter sind Anonymität und Privatsphäre essenziell. Sobald die Identität öffentlich wird, drohen steuerliche, sicherheitstechnische und rechtliche Risiken.

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