Odaily Planet Daily-Bericht: Der Internationale Währungsfonds (IWF) veröffentlichte am 17. Februar einen Bericht, der die japanische Regierung auffordert, die Unabhängigkeit der Bank of Japan zu wahren, die Fiskalpolitik zu kontrollieren und eine Reduzierung der Verbrauchssteuer als Reaktion auf soziale Probleme zu vermeiden. Dieser Bericht wurde zeitgleich mit der Nominierungswahl des japanischen Premierministers veröffentlicht. Es wird beobachtet, ob Yuriko Koike gegen eine weitere Zinserhöhung der Zentralbank ist und ob sie ihr zuvor angekündigtes zweijähriges Versprechen, die Lebensmittelverbrauchssteuer auf null zu senken, aufgibt. In Bezug auf die Geldpolitik stellt der IWF fest, dass die Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit der Bank of Japan dazu beitragen, die Inflationserwartungen zu stabilisieren, und empfiehlt, die geldpolitische Lockerung weiter zurückzufahren, sodass der Leitzins bis 2027 den neutralen Zinssatz erreicht. In Bezug auf die Fiskalpolitik ist der IWF der Ansicht, dass eine weitere Lockerung kurzfristig nicht ratsam ist, was im Widerspruch zu Koikes Vorschlag einer „verantwortungsvollen, aktiven Fiskalpolitik“ steht. Der IWF glaubt, dass Japan zwar derzeit über einen gewissen fiskalischen Spielraum verfügt, aber dennoch fiskalische Zurückhaltung wahren muss, um Puffer zu sichern und die Fähigkeit zur Bewältigung von Schocks aufrechtzuerhalten. Der IWF prognostiziert, dass die japanischen Staatsschulden langfristig steigen, die Ausgabenbelastung zunehmen und die Gesamtverschuldung weiter wachsen wird.