Im Protokoll der FOMC-Sitzung im Januar äußerten die Mitglieder die Ansicht, dass bei anhaltend hoher Inflation über dem Zielwert (2 % Jahresrate) die Möglichkeit weiterer Zinserhöhungen bestehen bleiben sollte. Die Mehrheit der Mitglieder bewertete das Risiko eines Rückgangs der Beschäftigung als entschärft, während das Inflationsrisiko weiterhin besteht. Einige Mitglieder warnten, dass eine weitere Lockerung bei hoher Inflation die Marktteilnehmer möglicherweise missverstehen lassen könnte, was die Entschlossenheit zur Stabilisierung der Preise schwächt.
Dies wird als vorsichtiger Ton in Bezug auf eine kurzfristige Zinssenkung interpretiert. Das CME FedWatch-Tool deutet jedoch weiterhin auf zwei mögliche Zinssenkungen im Laufe des Jahres hin (jeweils 0,25 Prozentpunkte im Juni und September).
Indikatoren für die US-Wirtschaft verbessern sich… KI-Investitionen zeigen Wirkung
Die Industrieproduktion stieg im Januar um 0,7 % gegenüber dem Vormonat, was die Erwartungen von 0,4 % übertraf und den größten Zuwachs seit einem Jahr darstellt. Die Aufträge für nichtverteidigungstechnische Investitionsgüter ohne Flugzeuge stiegen ebenfalls um 0,6 %, was die Prognosen übertraf. Analysten führen dies hauptsächlich auf die verstärkten Investitionen im Zusammenhang mit KI zurück.
Auch im Wohnungssektor gibt es Verbesserungen. Die Baubeginne und Baugenehmigungen für neue Häuser stiegen im Dezember im Vergleich zum Vormonat.
Auf der anderen Seite wies Vizepräsidentin Harris darauf hin, dass Iran nicht eindeutig auf die Kernforderungen der USA reagiert habe, und erwähnte das Recht auf den Einsatz militärischer Mittel, was die geopolitischen Spannungen erhöht.
Globale Währungs- und Politikvariablen erweitern sich
In Europa deutete EZB-Ratsmitglied De Guindos an, dass bei Einfluss des Wechselkurses auf die Preise Maßnahmen ergriffen werden könnten. Zudem wurde berichtet, dass Präsidentin Lagarde möglicherweise vorzeitig zurücktreten wird.
Die Inflation in Großbritannien verlangsamte sich im Januar auf 3,0 %, was die Erwartungen auf eine Zinssenkung im März stärkt. Die zweite Amtszeit von Premierminister Kishida in Japan wurde eingeleitet, wobei eine Fortsetzung der expansiven Finanzpolitik und der hawkishe Sicherheitslinie erwartet wird.
Finanzmärkte: Dollar legt zu, Zinsen steigen, Aktiengewinne schwächer
Im Zuge der Veröffentlichung des FOMC-Protokolls im Januar und der Beruhigung bei KI-bezogenen Sorgen stiegen die US-Aktienmärkte. Der S&P 500 stieg um 0,56 %, doch die Gewinne schmolzen nach der Bekanntgabe des Protokolls zusammen.
Der US-Dollar-Index stieg um 0,60 %. Der Euro und der Yen fielen jeweils um 0,61 % bzw. 0,97 %.
Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen stieg um 2 Basispunkte auf 4,08 %. Der 1-Monats-NDF in New York notierte bei 1450,7 KRW (entspricht einem Swap-Rate von 1452,2 KRW) und stieg um 0,50 %.
Im Rohstoffmarkt stiegen die WTI-Ölpreise um 4,59 %, Gold- und Kupferpreise erhöhten sich jeweils um etwa 2 %.
Ausländische Perspektive: „Der Dollar ist zu schwach… eine Erholung ist möglich“
Die Financial Times analysierte, dass trotz der verbreiteten Erwartung eines schwächeren Dollars die Wahrscheinlichkeit einer Erholung größer ist als ein weiterer starker Rückgang, da die globale Stellung des Dollars und bereits eingepflegte negative Faktoren berücksichtigt werden.
Bloomberg warnte, dass die durch KI verursachte Verschlechterung der Finanzlage von Softwareunternehmen das Risiko auf den Markt für Privatkredite ausweiten könnte.
Das Protokoll dieser Sitzung bestätigt, dass die US-Notenbank weiterhin wachsam gegenüber der Inflation ist. Während die Verbesserung der Wirtschaftsindikatoren und die Expansion der KI-Investitionen die wirtschaftliche Zuversicht stützen, bleiben Unsicherheiten in der Geldpolitik und geopolitische Variablen Volatilitätsfaktoren.