Der internationale Goldpreis am Morgen des 19. (koreanische Zeit) bewegte sich in der Nähe von 4968,10 USD pro Unze und zeigte eine leichte Abweichung unter dem Schlusskurs vom Vortag von 4977,45 USD. Nach mehreren Versuchen, die 5100-Dollar-Marke innerhalb von acht aufeinanderfolgenden Handelstagen zu überwinden, schwankt der Preis derzeit im Bereich von 4900 bis 5000 USD, was auf eine kurzfristige Korrektur hindeutet. Der Silberpreis liegt bei 77,07 USD pro Unze und bleibt im Wesentlichen auf dem Niveau von 77,19 USD vom Vortag. Nach einem Rückgang von der mittleren 80-Dollar-Region auf Anfangsbereiche um die 70 USD Anfang letzter Woche hat sich Silber inzwischen wieder auf die spätere 70-Dollar-Region erholt.
Sowohl Gold als auch Silber haben in jüngster Zeit nach einem starken Rückgang eine Teilwiederherstellung und wiederholte Schwankungen erlebt, was auf eine gemeinsame Tendenz hinweist. Allerdings reagiert Gold aufgrund seiner stärkeren Fluchtwährungseigenschaften empfindlich auf den US-Dollar, Zinssätze und geopolitische Risiken; Silber hingegen, das einen größeren Anteil an industriellen Anwendungen wie Solarenergie und Elektronik hat, wird als Asset betrachtet, das sowohl von der wirtschaftlichen Perspektive als auch von den Ressourcenpolitik-Variablen der Länder beeinflusst wird. Daher zeigt Silber im Vergleich zu Gold größere Schwankungen in Hoch- und Tiefpunkten, was eine höhere Volatilität bedeutet.
Der in den USA gelistete Gold-ETF SPDR Gold Shares (GLD) schloss am 18. (Ortszeit) bei 458,17 USD, was eine Erholung gegenüber dem Vortag von 448,20 USD darstellt. Dieses ETF war Mitte letzter Woche in die Nähe der 451-Dollar-Marke gefallen, erholte sich jedoch mit der Preisentwicklung des physischen Goldes und stieg wieder in den Bereich um 450 USD. Der Silber-ETF iShares Silver Trust (SLV) schloss am selben Tag bei 70,09 USD, nach einem Vortagesniveau von 66,37 USD. Marktanalysen deuten darauf hin, dass diese Produkte die gleichzeitige Reaktion von Investoren widerspiegeln, die sowohl Gewinnmitnahmen als auch Käufe bei Kursrückgängen versuchen.
Im Hinblick auf politische und geopolitische Faktoren werden Diskussionen über die Erhöhung der Goldreserven in Schwellenländern sowie die Beobachtung der US-Geldpolitik als Hintergrundfaktoren für die Goldpreisbildung genannt. Es wird darauf hingewiesen, dass seit dem Ukraine-Krieg einige Länder, darunter China, Indien und die Nahost-Region, ihre Goldanteile in den Devisenreserven erhöht haben. Zusammen mit globalen geldpolitischen Richtungen und möglichen Kandidaten für den nächsten Vorsitzenden der US-Notenbank steigt die Volatilität des US-Dollars, was diese Faktoren zu indirekten Einflussgrößen auf Gold- und Silberpreise macht.
Betrachtet man die Entwicklung der Spotpreise und ETF-Preise, so zeigt sich, dass die internationale Marktlage für physisches Gold und die Bewegungen der börsengehandelten Indexfonds im Großen und Ganzen übereinstimmen, jedoch im Tagesverlauf Unterschiede aufweisen. Aufgrund von Volatilität, Handelsvolumen und Wechselkursabsicherungsbedarf kann es bei ETF-Preisen zu stärkeren Schwankungen oder Verzögerungen im Vergleich zu den physischen Märkten kommen. Die jüngsten erheblichen Schwankungen bei den Handelsvolumina von GLD und SLV an bestimmten Tagen deuten darauf hin, dass neben Angebot und Nachfrage auch kurzfristige Handelsaktivitäten die Preisbildung beeinflussen.
Die aktuelle Preisentwicklung von Gold und Silber wird so interpretiert, dass sie das Ergebnis eines Umfelds ist, in dem Unsicherheiten durch Krieg, politische Risiken und eine globale Wirtschaftsschwäche bestehen, wobei Flucht- und Risikoasset-Strategien miteinander verflochten sind. Besonders Gold wird aufgrund von Diskussionen über Zentralbankkäufe, Veränderungen im US-Dollar-Wert und möglichen Zinssenkungen durch die Federal Reserve weiterhin als sicherer Hafen betrachtet. Bei Silber rücken strukturelle Themen wie die US-„Schlüsselminen“-Klassifizierung und Exportgenehmigungen Chinas sowie die damit verbundenen industriellen und strategischen Ressourcenversorgungsfragen in den Fokus, was die Situation weiterhin prägt.
Einige Analysten meinen, dass die Anlegerstimmung insgesamt eher auf eine Seitwärtsbewegung innerhalb kurzer Korrektur- und Erholungsphasen hindeutet, anstatt auf eine klare Trendrichtung. Sowohl Gold als auch Silber haben nach jüngsten Hochpunkten Schwankungen innerhalb eines bestimmten Rahmens gezeigt, wobei Abwarthaltung und defensive Positionen nebeneinander bestehen. Besonders die Strategien der Zentralbanken beim Goldkauf und die Diskussionen über die Diversifizierung des internationalen Währungssystems tragen dazu bei, dass Gold wieder verstärkt als Mittel zur Absicherung geopolitischer und politischer Risiken in den Fokus rückt.
Gold und Silber sind grundsätzlich empfindlich gegenüber Zinssätzen, Wechselkursen und geopolitischen Variablen. Kurzfristig können politische Äußerungen, makroökonomische Indikatoren sowie Kriegs- und Sanktionsnachrichten die Volatilität verstärken. Aufgrund ihres physischen Wertes, ihrer Fluchtwährungseigenschaften und industriellen Nachfrage wird auch darauf hingewiesen, dass zukünftige Entwicklungen in der internationalen Lage und im Finanzsystem kurzfristige Kursbewegungen auslösen könnten.