Die FOMC-Protokolle erwähnen erstmals die Möglichkeit einer Zinserhöhung, wobei innerhalb des Ausschusses erhebliche Meinungsverschiedenheiten über die zukünftige Zinsentwicklung bestehen

BlockBeats Nachricht, am 19. Februar, Mittwoch, veröffentlichten die Protokolle der Sitzung vom 27. bis 28. Januar, die zeigen, dass der Federal Open Market Committee (FOMC) im vergangenen Monat beschlossen hat, den Leitzins im Bereich von 3,50 % bis 3,75 % zu halten, wobei diese Entscheidung von „fast allen“ Entscheidungsträgern unterstützt wurde. Doch danach zeigten die Meinungen eine Polarisierung: Einige Beamte sind optimistisch hinsichtlich der durch künstliche Intelligenz verursachten Produktivitätssteigerung und der sinkenden Inflation, während andere befürchten, dass Investitionen in künstliche Intelligenz aufgrund steigender Asset-Bewertungen und der „undurchsichtigen privaten Märkte“ finanzielle Risiken bergen.

Das Protokoll weist darauf hin: „Einige Teilnehmer… erwarten, dass die durch technologische oder regulatorische Entwicklungen beschleunigte Produktivitätssteigerung einen Abwärtsdruck auf die Gesamtinflation ausüben wird. Die Mehrheit der Teilnehmer warnte jedoch, dass die Annäherung an das Inflationsziel von 2 % möglicherweise langsamer und ungleichmäßiger verläuft als allgemein erwartet, und es ist von großer Bedeutung, das Risiko zu bewerten, dass die Inflation dauerhaft über dem Ziel der Kommission bleibt.“

Das Protokoll erwähnt, dass es angesichts des enormen Potenzials, der Risiken und Unsicherheiten im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz angemessen ist, die geldpolitische Lockerung im vergangenen Monat auszusetzen, um die aktuelle Wirtschaftslage nach der Senkung der Zinsen um 75 Basispunkte im letzten Jahr zu bewerten.

Nur „wenige“ Entscheidungsträger unterstützten auf der Sitzung weitere Maßnahmen. Der Federal Reserve Board-Mitglied Christopher Waller und Stephen Miran stimmten gegen eine Zinssenkung, da sie befürchten, dass der Arbeitsmarkt schwächer werden könnte. Darüber hinaus spalteten sich die Meinungen der anderen 17 Beamten. Zum Beispiel wurde im Protokoll erstmals erwähnt, dass bei anhaltend hoher Inflation über dem Ziel der Federal Reserve von 2 % eine Zinserhöhung in Betracht gezogen werden könnte. Derzeit liegt die Inflation etwa 1 Prozentpunkt über diesem Ziel.

Nach der Veröffentlichung des Protokolls setzen die Investoren weiterhin auf eine unveränderte Geldpolitik bis zur Sitzung am 16. bis 17. Juni – vermutlich die erste Sitzung unter der Leitung von Waller. Die Märkte erwarten, dass bei dieser und der Sitzung im September die Zinsen jeweils um 25 Basispunkte gesenkt werden. Im Vergleich dazu zeigt die Marktbewertung, dass in absehbarer Zukunft keine Zinserhöhungen zu erwarten sind. (Jin10)

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