Bitcoin erreichte 73.000 USD und markierte damit den höchsten Stand seit fast einem Monat, während die Wall Street aufgrund des Konflikts im Iran unruhig ist. Cosmo Jiang von Pantera Capital gab in einem CNBC-Interview eine Erklärung ab.
Nach dem Verkaufsanstieg im Oktober und den anschließenden Monaten der Korrektur befindet sich Bitcoin im Vergleich zu langfristigen Trends und soliden Fundamentaldaten in einer stark überverkauften Position. In dieser Zeit waren Gold, Silber und spekulative Einzelhandelsaktien äußerst erfolgreich, während Bitcoin vom Markt vergessen wurde. Jetzt, da andere Vermögenswerte sich zusammenziehen und die vorherige Unterlegenheit von Bitcoin berücksichtigt wird, beginnen die Umkehrsignale sich zu zeigen.
Der grundlegendere Grund ist: Bitcoin und digitale Vermögenswerte sind seit jeher grenzüberschreitende, nicht-souveräne Absicherungswerte. Bei geopolitischen Konflikten sind Blockchain-Netzwerke kaum betroffen – genau das ist die Logik, warum Investoren wieder auf sie aufmerksam werden und sie als Einstiegspunkt sehen.
Gleichzeitig gibt es auf dem Markt auch viele Absicherungsmaßnahmen, Softwareaktien fallen, gestern gab es einen starken Rückgang. Ein Anstieg von Bitcoin deutet normalerweise auf eine Risikoaversion hin, doch diese beiden Signale stehen derzeit im klaren Widerspruch zueinander.