Laut Medienberichten wird die Liste der ersten „Stablecoin-Emittenten-Lizenzen“ in Hongkong voraussichtlich nächste Woche veröffentlicht. Nach einem intensiven Wettbewerb unter den ersten 36 Antragstellern kursieren nun Gerüchte, dass drei Unternehmen die Lizenz erhalten könnten: HSBC, Standard Chartered und die erste lizenzierte virtuelle Vermögensplattform Hongkongs, OSL.
Bloomberg zitierte eine Insiderquelle, wonach die Vergabe der Stablecoin-Lizenzen eher auf Banken ausgerichtet sein könnte, da Emissionsbanken strengen Regulierungen unterliegen, über starke Kapitalreserven verfügen und somit sowohl die breite Markteinführung fördern als auch höhere Sicherheitsstandards bieten können.
Was die Liste betrifft, so ist auch OSL nicht zu unterschätzen. Als erste virtuelle Vermögenshandelsplattform Hongkongs mit einer legalen Lizenz verfügt OSL über umfangreiche Erfahrung in der Tokenisierung und kann große Transaktionen im Umgang mit Fonds und traditionellen Institutionen bewältigen.
Bezüglich der Gerüchte antwortete HSBC nicht auf Medienanfragen; Standard Chartered lehnte eine Stellungnahme ab. Ein Sprecher der Hongkonger Finanzaufsichtsbehörde erklärte, man werde keine Stellung zu den Marktgerüchten nehmen.
Obwohl derzeit die Rede davon ist, dass drei Unternehmen die Lizenz erhalten, verrieten Insider, dass ursprünglich fünf Organisationen auf der Kandidatenliste standen. Aufgrund des strengen Auswahlprozesses könnten sich die konkreten Namen noch ändern.
Unter den genannten Unternehmen ist nur Standard Chartered Teilnehmer am „Sandbox“ für Stablecoin-Emittenten. Die anderen beiden Sandbox-Teilnehmer, JD Chain Technology (Hong Kong) und RD Technologies, gegründet vom ehemaligen Vorsitzenden der Hongkonger Finanzaufsichtsbehörde, Chen Delin, werden voraussichtlich nicht an der ersten Ausgabe teilnehmen.