XRP Inhaber fordern Token-Vernichtung! David Schwartz: Stellar-Präzedenzfall zeigt Unwirksamkeit

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Das Wochenhandelsvolumen von XRP ist von 22,9 Milliarden US-Dollar in der letzten Februarwoche auf 16,6 Milliarden US-Dollar in der vergangenen Woche gefallen. Die Reaktion der Community auf die Ankündigung von Ripple, ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 750 Millionen US-Dollar durchzuführen, hat eine Debatte darüber ausgelöst, ob „Token vernichtet werden sollten, anstatt Aktien zurückzukaufen“. Der ehrenvolle Chief Technology Officer von Ripple, David Schwartz, hat anschließend mit dem Beispiel der Vernichtung von Stellar reagiert und die Wirksamkeit dieses Vorschlags in Frage gestellt.

Marktsignale durch XRP-Handelsvolumen und ETF-Abflüsse

XRP-Handelsvolumen
(Quelle: CoinGecko)

Die Verringerung des XRP-Handelsvolumens fällt vor dem Hintergrund eines noch unklaren Gesamtmarktstimmungsbildes besonders ins Auge. Das Volumen ist um 27,5 % von 22,9 Milliarden US-Dollar auf 16,6 Milliarden US-Dollar gefallen, was auf eine deutliche Abnahme des Marktinteresses innerhalb kurzer Zeit hinweist. Sowohl Privatanleger als auch institutionelle Käufer zeigen eine geringere Kaufkraft.

Daten auf ETF-Ebene bestätigen diesen Trend zusätzlich. Der Spot-XRP-ETF verzeichnet seit zwei Wochen ununterbrochen Nettoabflüsse, wobei die aktuellen wöchentlichen Rücknahmen das höchste Niveau seit Ende Januar erreichen. Dieser Trend steht im deutlichen Gegensatz zu den positiven Zuflüssen bei Bitcoin-ETFs im gleichen Zeitraum und deutet darauf hin, dass XRP derzeit kein bevorzugtes Anlageziel für Institutionen ist.

Aus einer breiteren Perspektive betrachtet, haben zwar kürzliche Meilenstein-Erfolge von Ripple im Bereich Regulierung und Geschäftspartnerschaften positive Nachrichten geliefert, doch diese haben sich bislang nicht in einer erhöhten Marktnachfrage nach XRP niedergeschlagen. Trotz eines Preisanstiegs von 3,89 % im Zuge des Gesamtmarkts bleibt die langfristige Tendenz insgesamt abwärts gerichtet.

Streit um Token-Vernichtung: Community-Meinungen und Schwartz’ Reaktion

XRP- und XLM-Token-Angebot
(Quelle: CMC)

Nach der Ankündigung von Ripple, ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 750 Millionen US-Dollar durchzuführen, äußerten einige XRP-Inhaber Unmut. Sie sind der Ansicht, dass der Rückkauf nur den Aktionären des Unternehmens zugutekommt und nicht direkt den Wert der XRP-Bestände erhöht. Ein Nutzer im X-Forum forderte ausdrücklich, Ripple solle in Erwägung ziehen, die große Menge an XRP-verwahrten Token zu vernichten, um durch eine Reduktion des Angebots die Knappheit und den potenziellen Wert der Token direkt zu steigern.

Allerdings teilte Schwartz eine Grafik, die den Fall der Stellar Foundation im Jahr 2019 zeigt, als etwa 50 % des XLM-Gesamtangebots vernichtet wurden. Diese groß angelegte Vernichtung war eine der größten in der Geschichte der Kryptowährungen. Dennoch zeigte die Preisentwicklung von XLM, dass eine derartige Angebotsreduktion nicht zwangsläufig zu einem nachhaltigen Preisanstieg führte, sondern die Erwartungen nicht erfüllte.

Schwartz’ Argumentation basiert auf einem wiederholt bestätigten Marktprinzip:

Angebotsreduktion bedeutet nicht automatisch Preisanstieg: Der Preis eines Tokens wird letztlich durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage bestimmt. Ohne eine gleichzeitige Nachfrageerhöhung ist eine reine Angebotsverringerung meist nur begrenzt wirksam.

Die Stellar-Vorlage ist überzeugend: Der Vernichtungsprozess von XLM im Jahr 2019 war einer der größten in der Geschichte der Mainstream-Kryptowährungen. Die anschließende Marktreaktion liefert eine wichtige Referenz gegen solche Vorschläge.

Die eigentliche Ursache liegt woanders: Die langfristige Wertsteigerung eines Tokens hängt vor allem von der Erweiterung des Anwendungsbereichs und der tatsächlichen Nachfrage ab.

Häufig gestellte Fragen

Ist der Rückgang des XRP-Wochenhandelsvolumens um 27,5 % eine normale Marktbewegung?

Schwankungen von 20-30 % im Wochenvolumen sind im Kryptowährungsmarkt nicht ungewöhnlich, vor allem bei Marktunsicherheiten oder -wechseln. Wichtig ist, dass dieser Rückgang die Fortsetzung eines seit Ende Februar bestehenden Abwärtstrends ist und keine einmalige Anomalie. Dies deutet darauf hin, dass das Interesse am XRP systematisch nachlässt, anstatt nur eine kurzfristige, zufällige Schwankung zu sein.

Ist es korrekt, dass Schwartz’ Bezug auf Stellar-Vernichtung als Gegenargument?

2019 kündigte Stellar die Vernichtung von etwa 55 Milliarden XLM an, was rund 50 % des Gesamtangebots entspricht. Diese Maßnahme war eine der größten in der Geschichte der Mainstream-Kryptowährungen. Die anschließende Marktentwicklung zeigte keinen nachhaltigen Preisanstieg, was Schwartz’ Argument stützt. Kritiker könnten jedoch anmerken, dass die damaligen Marktbedingungen und die fundamentale Situation von XLM sich deutlich von der aktuellen Lage bei XRP unterscheiden, sodass ein direkter Vergleich nur begrenzt aussagekräftig ist.

Bedeutet der kontinuierliche Abfluss bei XRP-ETFs, dass Institutionen XRP verlassen?

Der aktuelle Abfluss spiegelt wahrscheinlich eher eine kurzfristige Kapitalrotation aufgrund von Unsicherheiten wider, nicht eine grundsätzliche Abkehr. Seit dem Start des XRP-ETFs im November 2025 sind insgesamt noch immer über 1,2 Milliarden US-Dollar an Mitteln eingegangen, was auf eine stabile institutionelle Basis hindeutet. Entscheidend ist, ob dieser Trend in den kommenden Wochen anhält oder umkehrt, etwa durch neue regulatorische Entwicklungen oder praktische Anwendungsfälle, die den Preis wieder antreiben.

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