Hyperliquid könnte ‚FTX 2.0‘ sein, warnt der CEO von Bitget.

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Gracy Chen hat die Reaktion von Hyperliquid auf einen Vorfall an seiner perpetual Börse kritisiert und gewarnt, dass die Aktionen der Plattform dazu führen könnten, dass sie zur nächsten FTX wird.

Ihre Bemerkungen kommen nach der Entscheidung des Unternehmens, die JellyJelly (JELLY) Perpetual-Futures-Kontrakte von der Börse zu nehmen.

Dezentralisierung und strukturelle Risiken

Am 26. März kündigte Hyperliquid an, dass es die Terminkontrakte von JELLY von seiner Plattform entfernen wird, nachdem es Hinweise auf „verdächtige Marktaktivitäten“ festgestellt hatte. Es verpflichtete sich auch, betroffene Nutzer zu entschädigen. Die Entscheidung wurde jedoch von einer kleinen Gruppe von Validierern getroffen, was Bedenken hinsichtlich des Grades der Dezentralisierung aufwarf.

Dies veranlasste den CEO von Bitget, in den sozialen Medien aktiv zu werden und die Handhabung der Situation durch Hyperliquid zu kritisieren:

„Trotz der Präsentation als innovative dezentrale Börse mit einer kühnen Vision, funktioniert Hyperliquid eher wie eine Offshore-CEX ohne KYC/AML, was illegale Ströme und böswillige Akteure ermöglicht“, sagte Chen.

Ihre Sorgen wurden von anderen in der Krypto-Industrie geteilt, einschließlich BitMEX-Mitbegründer Arthur Hayes, der die Gemeinschaft aufforderte, “aufzuhören vorzugeben, dass Hyperliquid dezentralisiert ist.”

Der Bitget-CEO bezeichnete das Vorgehen der Plattform als “unprofessionell” und “unethisch”. Sie behauptete, das Missmanagement des Unternehmens habe zu Verlusten bei den Nutzern geführt und seine Glaubwürdigkeit schwer beschädigt.

Chen wies auch auf tiefere Mängel im strukturellen Design der Börse hin. Sie argumentierte, dass die Verwendung von gemischten Tresoren die Benutzer kollektiven Risiken aussetze, was bedeutet, dass die Handlungen einiger weniger Händler Auswirkungen auf alle auf der Plattform haben könnten.

Zusätzlich warnte sie, dass der Ansatz des Unternehmens einen gefährlichen Präzedenzfall schafft. Ihrer Meinung nach hängt die Integrität einer Börse ebenso sehr von Vertrauen wie von finanzieller Stabilität ab. Ohne diese Probleme zu beheben, warnte sie, dass Hyperliquid anfällig für weitere Marktmanipulationen bleibt.

JELLY Token Kontroversen

Laut der Blockchain-Analysefirma Arkham Intelligence begann der Vorfall, als ein Trader versuchte, das System von Hyperliquid zu manipulieren, um von Preisbewegungen zu profitieren. Der Trader eröffnete drei Konten, von denen zwei Long-Positionen auf JELLY im Wert von 2,15 Millionen $ und 1,9 Millionen $ hielten, während das dritte eine Short-Position von 4,1 Millionen $ hatte, um die Longs auszugleichen.

Kurz danach stieg der Preis von JELLY um über 400 %, was die 4 Millionen Dollar Short-Position zur Liquidation kennzeichnete. Aufgrund ihrer Größe wurde die Position jedoch nicht sofort liquidiert, sondern stattdessen in den Provider Vault von Hyperliquid (HLP) übertragen, der große Liquidationen abwickelt.

Allerdings stieß ihr Anreicherungsprogramm auf ein Hindernis, als Hyperliquid die Konten auf nur Reduzierungsaufträge beschränkte, was weitere Abhebungen verhinderte. Dies zwang den Händler, Token vom ersten Konto zu Marktpreisen zu verkaufen, um einige Mittel zurückzugewinnen.

Dies war nicht das erste Mal, dass Hyperliquid Ziel einer solchen Manipulation war. Am 12. März erhöhte die Plattform die Margin-Anforderungen für Trader, nachdem ihr Liquiditätspool während eines großen Liquidationsereignisses einen Schlag erlitten hatte, bei dem ein Wal absichtlich eine massive ETH-Longposition im Wert von 340 Millionen $ liquidierte, was dazu führte, dass die Börse 4 Millionen $ verlor, während sie versuchte, den Handel aufzulösen. Der CEO von Bybit, Ben Zhou, bezeichnete diesen Vorfall als nützlichen Stresstest für DeFi.

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