Ehemaliger Bitcoin-Strategiechef Pierre Rochard fordert die US-Notenbank (Fed) auf, Bitcoin in die Bank-Stresstestszenarien aufzunehmen – genau zum Zeitpunkt, an dem die Fed die Öffentlichkeit um Meinungen zu den Szenarien für 2026 bittet und eine erhöhte Transparenz bei der Modellentwicklung vorschlägt. Die Frage ist nicht, ob die Fed Bitcoin „unterstützt“ oder nicht, sondern ob die Behörde Bitcoin als Risikofaktor betrachten kann, ohne ihn zur Politik zu machen.
Laut Analysen liegt das Problem in der technischen Beschaffenheit und der Verknüpfung von Bitcoin mit dem Bankensystem. Die Fed wird Bitcoin nicht nur aufgrund eines Appells in die Stresstests einbeziehen, aber wenn die Exposition der Banken gegenüber Bitcoin durch Verwahrung, Derivate, ETF-Intermediäre oder Maklerdienste groß genug ist, um signifikanten Einfluss auf Kapital und Liquidität zu haben, könnte die Fed gezwungen sein, Bitcoin-Preisschocks ähnlich wie Aktien oder Kreditspreads zu modellieren.
Dies bedeutet nicht, dass Bitcoin anerkannt oder unterstützt wird, sondern spiegelt die Realität wider, dass diese Vermögenswerte zu eng mit den Bilanzen der regulierten Finanzinstitute verbunden sind, um ignoriert zu werden. Im aktuellen Rahmen könnte Bitcoin zunächst als Schock im Szenario „globale Marktschock“ für Banken mit umfangreichen Handels- und Verwahrungsaktivitäten erscheinen, anstatt als ein zentrales makroökonomisches Element.
Wenn Bitcoin in den Stresstest aufgenommen wird, wird es standardisiert als ein Risikofaktor, der gemanagt werden muss, was strengere Anforderungen an Grenzen, Governance, Modellierung und Compliance in den entsprechenden Geschäftsbereichen nach sich zieht. Mit anderen Worten: Bitcoin tritt erst dann in den Fed-Stresstest ein, wenn die Aufsichtsbehörden keine andere Wahl mehr haben, als ihn zu berücksichtigen.
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