Ein potenzieller US-militärischer Angriff auf den Iran könnte einen langwierigen regionalen Konflikt und erhebliche globale wirtschaftliche Störungen auslösen, so geopolitische Kommentare, die in einem kürzlichen Youtube-Interview mit dem Gastgeber des Predictive History-Kanals geteilt wurden.
In einer kürzlich auf Youtube veröffentlichten Diskussion skizzierte Xueqin Jiang, Gastgeber des Predictive History-Kanals, eine Reihe von Szenarien, die sich seiner Meinung nach entfalten könnten, wenn die Vereinigten Staaten militärische Maßnahmen gegen den Iran ergreifen, wobei er den Fokus auf Energiemärkte, Handelsrouten und geopolitische Allianzen legte.
Jiang sprach mit David Lin, einem unabhängigen Finanzjournalisten, der für Interviews zu Makroökonomie und Geopolitik bekannt ist. Das Gespräch drehte sich um jüngste militärische Bewegungen, diplomatisches Signalgeben und die möglichen Folgen einer Eskalation im Nahen Osten.
Während des The David Lin Report (TDLR)-Interviews wies Jiang auf gemeldete Marineeinsätze und Flugstreichungen internationaler Fluggesellschaften als Indikatoren hin, die seiner Ansicht nach auf ein erhöhtes Risiko eines bevorstehenden militärischen Eingreifens hindeuten. Er argumentierte, dass diese Entwicklungen, zusammen mit inneren Unruhen im Iran, die Wahrscheinlichkeit von US-Luftangriffen erhöhen könnten, obwohl keine offizielle Bestätigung solcher Pläne vorliegt.
Stand jetzt, bewerten Polymarket-Wetterwetten die Wahrscheinlichkeit von 66%, dass die USA den Iran bis zum 30. Juni angreifen. Ein separater Markt deutet darauf hin, dass bis zum 31. Januar kein Angriff erfolgen wird, was 76% der Teilnehmer nicht erwarten, obwohl eine schmale Wahrscheinlichkeit von 5% besteht, dass es am 31. passiert. Über Luftangriffe hinaus schätzen Händler auch eine Wahrscheinlichkeit von 17%, dass US-Truppen bis zum 31. März in den Iran einmarschieren. All diese Spekulationen haben nach den US-militärischen Aktivitäten in Venezuela und der Festnahme von Nicolás Maduro zugenommen.
In dem TDLR-Interview behauptete Jiang, dass ein Konflikt mit dem Iran wahrscheinlich anders verlaufen würde als frühere US-militärische Einsätze, und stellte fest, dass der Iran asymmetrisch reagieren könnte, indem er regionale Infrastruktur und Handelsrouten ins Visier nimmt. Er nannte die Straße von Hormuz, durch die ein bedeutender Anteil der globalen Öltransporte verläuft, als eine Schlüsselverwundbarkeit, die die Energiepreise und Lieferketten beeinflussen könnte, falls sie gestört wird.
Laut Jiang könnte die strategische Position des Iran und seine regionalen Verbindungen andere Nationen in den Konflikt ziehen, sei es militärisch oder durch Notfall-Diplomatie, um eine breitere wirtschaftliche Katastrophe zu verhindern. Er deutete an, dass große asiatische Volkswirtschaften, die auf Energieimporte aus dem Nahen Osten angewiesen sind, einem erhöhten Druck ausgesetzt wären, zu reagieren.
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Das Gespräch untersuchte auch langfristige geopolitische Implikationen. Jiang argumentierte, dass anhaltende Konflikte bestehende internationale Institutionen schwächen und Verschiebungen in globalen Allianzen beschleunigen könnten, insbesondere im Zusammenhang mit den USA, China und Russland. Diese Ansichten wurden als analytische Interpretationen und nicht als bestätigte politische Maßnahmen präsentiert.
Lin fragte, ob ein solcher Konflikt lokal begrenzt bleiben könnte. Jiang antwortete, dass seiner Einschätzung nach die vernetzte Natur des globalen Handels und der Energiemärkte die Eindämmung erschweren würde, was die Wahrscheinlichkeit größerer wirtschaftlicher Auswirkungen über den Nahen Osten hinaus erhöht.
Das Interview ging auch auf kürzliche Äußerungen von politischen Führern in Davos und anderen Foren ein, die Jiang als Beweis für wachsendes Misstrauen gegenüber bestehenden globalen Wirtschaftsordnungen interpretierte. Er sah diese Entwicklungen als Teil eines breiteren Wandels in den internationalen Beziehungen, obwohl solche Interpretationen unter Analysten weiterhin umstritten sind.
Jiang sprach auch über Edelmetalle wie Gold und das Verhalten von Investoren und argumentierte, dass die jüngsten Preisbewegungen eine zunehmende Besorgnis über geopolitische Instabilität widerspiegeln. Diese Behauptungen wurden als seine persönliche Analyse präsentiert und nicht als etablierter Marktkonsens.
Predictive History, Jiang’s Youtube-Kanal, konzentriert sich auf langfristige historische Muster und strategische Modellierung. Jiang, ein chinesisch-kanadischer Pädagoge und Historiker, wendet strukturelle Geschichte und Spieltheorie auf zeitgenössische Ereignisse an, eine Herangehensweise, die sowohl Interesse als auch Kritik auf sich gezogen hat.
Er ist ein chinesisch-kanadischer Pädagoge und geopolitischer Kommentator, der den Predictive History YouTube-Kanal betreibt.
Er argumentierte, dass ein US-Angriff auf den Iran zu einem langwierigen Konflikt und globalen wirtschaftlichen Störungen führen könnte.
Nein, die Diskussion spiegelt Analysen und Spekulationen wider, nicht bestätigte militärische Pläne.
Sie ist eine kritische Route für den globalen Öltransport und hat daher wirtschaftliche Bedeutung in jedem regionalen Konflikt.