NEO Gründer scheitert bei Verhandlungen: Erik Zhang will Hongfei zum Rücktritt drängen, wird aber mit Vorwürfen konfrontiert, die Fakten zu verdrehen „Du bist der Diktator“

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Ehemals als „Chinas Ethereum“ bezeichnete altehrwürdige Public-Chain NEO erlebt eine interne Streitigkeit zwischen den beiden Gründern Erik Zhang und Da Hongfei (達鴻飛), die sich weiter zuspitzt. Erik Zhang kündigte heute an, dass die Ergebnisse der Gespräche „weder überraschend noch erfreulich“ seien. Nach Ablehnung der drei Mindestforderungen ruft er offiziell Da Hongfei dazu auf, von seiner Führungsposition im Ökosystem zurückzutreten. Da Hongfei konterte umgehend und warf seinem Gegenüber vor, „Fakten zu verdrehen“, und betonte, dass beide das gleiche Ziel verfolgten, aber unterschiedliche Methoden.

(Frühere Entwicklung: NEO-Gründer veröffentlicht öffentliches Statement zu Streitigkeiten über Finanzkontrolle und Governance)

(Hintergrund: NEO-Gründer hatten sich auf ein Treffen in Hongkong geeinigt, um Finanzstreitigkeiten zu klären)

Inhaltsverzeichnis

  • Erik Zhang: Alle drei Mindestforderungen wurden abgelehnt
  • Da Hongfei kontert: Das ist kein Kontrollmechanismus, sondern Diktatur
  • Streitursprung: Von „Black-Box-Finanzen“ zu „Kontrollkampf“

Die Governance-Streitigkeiten zwischen den beiden NEO-Gründern Erik Zhang und Da Hongfei (達鴻飛) eskalieren heute erneut. Das zuvor vereinbarte Verhandlungstreffen endete in einer Zerwürfnis, und die öffentlichen gegenseitigen Beschuldigungen werfen einen Schatten auf die Zukunft dieser alten Public-Chain.

Erik Zhang: Alle drei Mindestforderungen wurden abgelehnt

Erik Zhang schrieb auf X, dass die Ergebnisse seiner Gespräche mit Da Hongfei „weder überraschend noch erfreulich“ seien. Er stellte drei „Mindestforderungen“ auf:

  • Etablierung eines verifizierbaren Finanzüberwachungsmechanismus
  • Aufgabe des Konkurrenzprojekts EON
  • Erlaubnis, die NEO-Website und den offiziellen X-Account für Veröffentlichungen zu nutzen

Alle drei Forderungen wurden jedoch abgelehnt. Erik äußerte, bei seinem Gegenüber „keine Kooperationsbereitschaft zu sehen“, und forderte Da Hongfei auf, von seiner Führungsrolle im NEO-Ökosystem zurückzutreten.

Es ist bemerkenswert, dass Erik zuvor öffentlich kritisierte, dass Da Hongfei nach seiner Absetzung aus der Führungsebene eigenmächtig das EON-Projekt weiterentwickelte, was er als „grundlegenden Interessenkonflikt“ ansah, und sagte, „NEO-Gründer sollten so etwas nicht tun“.

Da Hongfei kontert: Das ist kein Kontrollmechanismus, sondern Diktatur

Angesichts der Vorwürfe von Erik reagierte Da Hongfei umgehend und warf ihm vor, „Fakten zu verdrehen“. Er verriet, dass die sogenannte „Finanzüberwachungsmechanismus“-Anforderung von Erik in Wirklichkeit bedeute: „Jede Transaktion und Ausgabe muss von mir genehmigt werden“, und sagte:

Das ist kein Mechanismus, das ist Diktatur.

Da Hongfei erklärte, er habe einen Kompromiss vorgeschlagen: Ab diesem Jahr vierteljährlich transparentere und detailliertere Finanzberichte des Neo Foundation (NF) und Neo Global Development (NGD) zu veröffentlichen, sowie Erik die Erlaubnis zu geben, auf neo.org Nachrichtenblogs zu veröffentlichen und den offiziellen Neo-Account zu verwalten.

Er betonte, dass die Ziele beider Seiten eigentlich übereinstimmten – „Wachstum und Wiederaufleben von NEO“ – und dass sie bei Kooperationsmöglichkeiten zusammenarbeiten und bei unterschiedlichen Ansätzen unabhängig agieren sollten, um die jüngsten Governance-Probleme zu lösen.

Streitursprung: Von „Black-Box-Finanzen“ zu „Kontrollkampf“

Der öffentliche Konflikt wurde erstmals im Dezember 2024 von Wu Blockchain aufgedeckt. Damals beschuldigte Erik Zhang die Stiftung, die Finanzen seien zu einer „Black Box“ geworden, da alle Assets außer NEO/GAS (wie BTC, ETH und frühere Investitions-Token) von Da Hongfei persönlich verwaltet würden, ohne jegliche öffentliche Finanzberichte.

Da Hongfei konterte, Erik Zhang sei derjenige, der „den Großteil“ der NEO-Reserven und die Stimmrechte bei den Konsensus-Knoten kontrolliere, und forderte seit Jahren die Übertragung der Gelder auf eine multisignature Wallet, die von der Community verwaltet wird. Diese Forderung wurde jedoch wiederholt von Erik verzögert.

Berichten zufolge hat Da Hongfei seit Januar 2026 seine direkte Beteiligung am NEO-Mainnet reduziert und konzentriert sich stattdessen auf die Entwicklung des Cross-Chain-Protokolls NeoX und des Blockchain-Betriebssystems SpoonOS. Das NEO-Stiftungsversprechen, im ersten Quartal 2026 einen vollständigen Finanzbericht zu veröffentlichen, könnte einige Streitpunkte klären.

Der Konflikt zwischen den Gründern hat die Community stark beschäftigt. Viele nennen es eine „Governance-Krise“. Als 2014 gegründet, war NEO eine der frühen Smart-Contract-Plattformen und Pionier im Bereich der Blockchain-Ökosysteme. Heute steckt es jedoch in einer Führungskrise, und die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.

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