Mit der erneuten Haushaltskrise der US-Regierung breitet sich die Unsicherheit rasch auf den Kryptowährungsmarkt aus, Risikoanlagen geraten insgesamt unter Druck. Bitcoin setzte heute (26.) seine Abwärtsbewegung fort und fiel zeitweise auf rund 87.000 US-Dollar. Laut CoinGecko-Marktdaten ist Bitcoin in den letzten 24 Stunden um 1,2 % gefallen und liegt bei 87.704 US-Dollar; Ethereum verzeichnete einen noch stärkeren Rückgang von 2,6 % auf 2.862 US-Dollar. Presto Research-Forscher Rick Maeda stellte fest, dass der Rückgang der Kryptowährungen zu Beginn dieser Woche nicht durch branchenspezifische negative Nachrichten verursacht wurde, sondern vielmehr von der Risikoaversion im gesamtwirtschaftlichen Umfeld dominiert wird. Er betonte, dass der entscheidende Katalysator für den jüngsten Marktdruck die rapide steigende Gefahr eines Regierungsstillstands in den USA ist. Da der Kongress bei Budget und politischen Positionen weiterhin im Stillstand verharrt, ist die Risikobereitschaft der Märkte deutlich konservativer geworden. Laut Associated Press hat die legislative Auseinandersetzung im US-Kongress in letzter Zeit zugenommen. Demokratische Abgeordnete drohen, die Haushaltsmittel für das Heimatschutzministerium zu blockieren, um gegen bestimmte Bundesermittlungen zu protestieren, was eine neue politische Pattsituation auslöst. Dieser Stillstand ereignete sich nur wenige Monate nach dem längsten Regierungsstillstand in der US-Geschichte, was die Nerven der Märkte strapaziert und die politische Risikoprämie schnell steigen lässt. Vincent Liu, Investmentchef bei Kronos Research, wies darauf hin, dass die Daten der dezentralen Prognoseplattform Polymarket zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit eines US-Regierungsstillstands auf 75 % gestiegen ist. Hauptgrund dafür ist die festgefahrene Verhandlung über die Ausgabenobergrenze, was die Unsicherheitsstimmung auf den Märkten weiter anheizt. Unter dem makroökonomischen Druck tendiert die Stimmung auf dem Kryptowährungsmarkt insgesamt ebenfalls zu Vorsicht. Daten zeigen, dass in der Woche bis zum 23. Januar bei US-Bitcoin-Spot-ETFs netto etwa 1,33 Milliarden US-Dollar abflossen, was die schwächste Woche seit Februar 2025 darstellt. Liu erklärte, dass der massive Kapitalabfluss bei Bitcoin-Spot-ETFs zwar auf eine zunehmende Risikoaversion hindeutet, gleichzeitig aber weiterhin Investitionen in die Infrastruktur und führende Unternehmen der Branche beobachtet werden können, was zeigt, dass die langfristige Überzeugung der Märkte noch intakt ist. ARK Invest gab letzten Freitag bekannt, dass sie ihre Investitionen in Kryptowährungsunternehmen wie Coinbase, Bullish und Circle erhöht haben, mit Beträgen in Millionenhöhe. Allerdings warnte Rick Maeda von Presto Research auch, dass ARK langfristig in verschiedenen Marktzyklen stets Kryptowährungsaktien bevorzugt hat, selbst während Korrekturphasen. Daher spiegelt ihr Vorgehen möglicherweise nicht die gesamte Meinung institutioneller Investoren wider.
Insgesamt lässt sich sagen, dass trotz selektiver Investitionen in bestimmte Kryptowährungskonzepte die institutionelle Nachfrage anhand der ETF-Geldflüsse tatsächlich schwächer wird.
Für die Zukunft des Marktes sind Analysten allgemein der Ansicht, dass die gesamtwirtschaftliche Lage weiterhin den Kurs der Kryptowährungen bestimmen wird. Der Fokus in dieser Woche liegt auf der Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) sowie den Daten zum Produzentenpreisindex (PPI).
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