Ein chinesischer Staatsbürger wird fast vier Jahre hinter Gittern verbringen, weil er an einem groß angelegten Kryptowährung-Betrug beteiligt war.
Jingliang Su, 45, erhielt eine 46-monatige Bundeshaftstrafe wegen Geldwäsche von über $36,9 Millionen, die US-Opfer betroffen hatten. Die Operation lief von Scam-Zentren in Kambodscha aus. Richter R. Gary Klausner ordnete außerdem an, dass Su $26,8 Millionen an Wiedergutmachung zahlen muss.
Su bekannte sich im Juni 2025 schuldig wegen Verschwörung zur Betreibung eines illegalen Geldtransfersystems.
Das Justizministerium enthüllte, dass er innerhalb eines internationalen kriminellen Netzwerks arbeitete. Diese Gruppe zielte systematisch auf amerikanische Investoren mit ausgeklügelten Betrugsmaschen. Ermittler identifizierten 174 US-Opfer, die ihre Ersparnisse durch den Betrug verloren hatten.
Die Betrüger kontaktierten die Opfer über mehrere Kanäle. Sie nutzten unerwünschte Nachrichten in sozialen Medien, Anrufe, SMS und Dating-Apps.
Ihr Ziel war einfach: Vertrauen gewinnen, bevor sie betrügerische Investitionsmöglichkeiten vorstellten. Die Kriminellen bauten über die Zeit Beziehungen auf, um ihre Masche überzeugender zu machen.
Laut DOJ verurteilte ein US-Gericht den chinesischen Staatsbürger Jingliang Su zu 46 Monaten Haft, weil er über $36,9 Millionen aus einem Krypto-Investment-Betrug gewaschen hatte, der 174 US-Opfer betraf. Su half dabei, Gelder von gefälschten Handelsplattformen zu bewegen, sie in USDT umzuwandeln und…
— Wu Blockchain (@WuBlockchain) 31. Januar 2026
Die Operation basierte auf Täuschung auf allen Ebenen. Mitverschwörer erstellten gefälschte Websites, die legitimen Kryptowährungshandelsplattformen nachempfunden waren.
Die Opfer glaubten, sie investierten über echte Börsen. Sie schickten Gelder, in der Annahme, dass ihre Investitionen Gewinne abwerfen würden.
Die Betrüger lieferten falsche Updates, die zeigten, dass die Investitionen wuchsen. In Wirklichkeit verschwand das Geld sofort auf kriminellen Konten. Die Opfer hatten keinen Zugang zu echten Handelsplattformen oder echten Investitionen.
Das DOJ skizzierte einen komplexen Geldwäscheprozess. Die Gelder der Opfer flossen von US-Bankkonten auf ein einzelnes Konto bei Deltec Bank in den Bahamas.
Su und seine Komplizen wiesen die Bank an, diese Gelder in Tether (USDT) umzuwandeln. Die Stablecoin bot eine Möglichkeit, Geld schnell grenzüberschreitend zu bewegen.
Von den Bahamas aus wurde der umgewandelte USDT auf eine digitale Brieftasche in Kambodscha transferiert. Mitverschwörer, die von kambodschanischen Scam-Zentren aus operierten, erhielten die Gelder. Sie verteilten das gestohlene Geld an verschiedene Anführer der Betrugsnetzwerke in der Region.
Su ist nicht der einzige, der Konsequenzen zu fürchten hat. Bisher haben acht Mitverschwörer in diesem Fall gestanden. Jose Somarriba und ShengSheng He bekannten sich beide schuldig wegen Verschwörung. He erhielt 51 Monate Haft, während Somarriba 36 Monate bekam.
Su befindet sich seit Dezember 2024 in bundesstaatlicher Haft. Erster US-Anwalt Bill Essayli warnte Investoren, bei neuen Chancen vorsichtig zu sein. Er betonte, dass Prävention wertvoller sei als die Nachsorge bei Betrugsfällen.
Die Ermittlungen wurden von mehreren Agenturen gemeinsam durchgeführt. Das Global Investigative Operations Center des US-Geheimdienstes leitete den Fall.
Das Homeland Security Investigations, Customs and Border Protection sowie der Diplomatic Security Service des Außenministeriums trugen ebenfalls bei. Internationale Zusammenarbeit beinhaltete Unterstützung durch die Dominikanische Nationalpolizei.
Die Strafverfolgungsbehörde hat seit 2020 über 180 Cyberkriminelle verurteilt. Gerichte haben die Rückführung von mehr als 350 Millionen Dollar an die Opfer angeordnet. Dieser Fall ist Teil laufender Bemühungen, Scam-Zentren weltweit zu zerschlagen.