
Pi Network ist von einem Hoch bei 3 US-Dollar auf etwa 0,14 US-Dollar gefallen. Nutzer auf X werfen dem Team vor, seit Jahren nur leere Versprechen zu machen, ohne ein Mainnet, und lediglich eine mobile Mining-Show zu präsentieren – die längste Betrugsmasche, die sich als Web3-Fassade tarnt. Das Projekt wird bald 2,5 Milliarden Token freigeben, mit einer täglichen Freigabe von 8,3 Millionen, am 13. Februar sollen 23,6 Millionen ausgegeben werden. Der RSI liegt bei 35, was auf eine Überverkauft-Situation hindeutet und auf eine mögliche Erholung spekuliert.
Laut einem Nutzer auf X, @pinetworkmembers, ist der aktuelle Kursrückgang kein „gesunder Korrekturprozess“, sondern eine Marktbewertung des größten Problems des umstrittenen Projekts: „Das ist keine gesunde Korrektur, sondern spiegelt die offensichtliche Wahrheit wider: Nach jahrelangen Versprechen gibt es immer noch kein funktionierendes Mainnet, außer der bloßen ‚Offenhaltung der App‘, ohne echten Nutzen, und einer Vielzahl von mobilen Mining-Performances.“
Diese Kritik trifft den Kern von Pi Network: die große Diskrepanz zwischen Versprechen und Realität. Seit dem Start 2019 verspricht Pi, ein voll funktionsfähiges Mainnet zu bringen, auf dem Nutzer frei handeln und PI-Token verwenden können. Doch nach fast sieben Jahren ist das Mainnet immer noch „geschlossen“ oder „halb offen“, die meisten Funktionen sind nicht nutzbar. Nutzer können nur täglich auf die App klicken, um zu „minen“, doch diese Token lassen sich langfristig weder realisieren noch in echten Transaktionen verwenden.
„Nur die App offenhalten, ohne echten Nutzen“ ist eine äußerst scharfe Kritik. Es bedeutet, dass Pi Network nur dazu dient, Nutzer täglich einzuloggen und durch Klicks den Anschein von „aktiven Nutzern“ aufrechtzuerhalten, ohne echte Blockchain-Anwendungen oder wirtschaftliche Aktivitäten. Dieses Muster ähnelt stark Pyramidensystemen oder Ponzi-Betrügereien: Neue Nutzer werden angelockt, um das System am Laufen zu halten, ohne echten Wert zu schaffen.
„Massive mobile Mining-Performances“ sind noch treffender. Das sogenannte „Mining“ erfordert keine Rechenleistung oder Stromverbrauch, sondern besteht nur darin, täglich die Aktivität des Kontos zu bestätigen. Dieses „Mining“ ist technisch gesehen kein echtes Proof-of-Work oder Proof-of-Stake, sondern eher eine Art Punktesystem. Es wird als „Mining“ verkauft, inspiriert vom Bitcoin-Mining, ist aber in Wirklichkeit völlig anders. Diese irreführende Werbung ist die größte Kritikquelle.
Versprechen unerfüllt: Seit 7 Jahren kein echtes Mainnet in Sicht
Kein echter Nutzen: Außer täglichem Klick-Mining keine echten Anwendungen
Entwicklungsmerkmale: Für höhere Mining-Raten müssen Nutzer andere einladen, ähnlich Pyramidensystemen
Sie behaupten, PI sei ursprünglich als „revolutionär“ beworben worden, doch letztlich sei es „ein Betrug, der sich als Web3-Fassade tarnt und sich an hoffnungsvolle Rentner und nächtliche Surfer richtet.“ Diese Einschätzung ist äußerst hart und klassifiziert Pi Network direkt als Betrug, nicht als gescheiterte Innovation. Die Beschreibung „für Rentner und nächtliche Surfer“ deutet darauf hin, dass die Zielgruppe vor allem unerfahrene Krypto-Nutzer sind, die durch „kostenloses Mining“ angelockt werden.

(Quelle: PiScan)
Was kommt als Nächstes für Pi Network? Mehrere besorgniserregende Faktoren, inklusive der bevorstehenden Token-Entsperrung, deuten darauf hin, dass der Kurs kurzfristig weiter fallen könnte. Daten zeigen, dass in den nächsten 30 Tagen fast 2,5 Milliarden Token freigegeben werden, mit einer durchschnittlichen täglichen Freigabe von über 8,3 Millionen. Am 13. Februar wird der höchste Handelstag erwartet, an dem 23,6 Millionen PI ausgegeben werden. Zwar führt diese Entwicklung nicht zwangsläufig zu einem weiteren Kursabsturz, doch erhöht sie den Verkaufsdruck erheblich und gilt somit als negatives Signal.
Die 2,5 Milliarden Token, die in 30 Tagen freigegeben werden, entsprechen einer Steigerung der Umlaufmenge um etwa 8,9 % im Vergleich zum aktuellen Bestand von rund 2,8 Milliarden. Ohne eine entsprechende Nachfrageentwicklung wird dieser Angebotsanstieg den Kurs weiter drücken. Besonders besorgniserregend ist, dass am 13. Februar 23,6 Millionen Token in einem einzigen Tag freigegeben werden. Wenn diese Token kurzfristig auf den Markt kommen, könnte das einen Kurseinbruch von 10-20 % an einem Tag auslösen.
Historische Daten bestätigen diese Befürchtungen. Nach früheren großen Freigaben sind die PI-Preise deutlich gefallen. Vor den Freigaben gab es spekulative Verkaufswellen, am Tag der Freigabe eine Konzentration der Verkäufe, und nachher anhaltenden Verkaufsdruck – insgesamt drei Abwärtswellen. Der 13. Februar könnte dieses Muster wiederholen, sodass PI möglicherweise sogar auf ein neues Tief unter 0,13 US-Dollar fällt.
Mit einer täglichen Freigabe von 8,3 Millionen Token ist die Geschwindigkeit enorm. Wenn dieser Rhythmus bis 2026 anhält, könnten jährlich über 3 Milliarden Token zusätzlich in Umlauf kommen, was einer Verdoppelung des aktuellen Angebots entspricht. Dieser Angebotsanstieg ist kaum vom Markt aufzufangen, was den Preis unter Druck setzen und zu einem Crash führen könnte.
Auf der anderen Seite deutet der Relative Strength Index (RSI) bei Pi Network auf eine mögliche bevorstehende Erholung hin. Dieses technische Analyse-Tool misst die Geschwindigkeit und das Ausmaß der jüngsten Kursbewegungen, um potenzielle Umkehrpunkte zu erkennen. Ein RSI-Wert zwischen 0 und 100, unter 30 gilt als überverkauft, was auf eine mögliche Erholung hindeutet. Laut RSI Hunter liegt der aktuelle RSI bei etwa 35, also nahe an, aber noch nicht im überverkauften Bereich.
Der RSI 35 zeigt, dass PI kurz vor einer technischen Erholung steht, aber noch nicht im extremen Überverkauft ist. Historisch gesehen, ist der RSI bei PI nach Unterschreiten von 30 oft kurzfristig gestiegen, doch diese Erholungen sind meist nur kurz und schwach. Wenn der RSI weiter auf 25 sinkt, könnte die Erholung stärker ausfallen. Allerdings könnte die bevorstehende große Freigabe am 13. Februar die Erholung wieder unterbrechen.
Diese Kritik ist nicht neu. Anfang des Monats veranstaltete das Pi Network Kernteam einen sogenannten „Dank-Tag“ für Moderatoren. Ziel war es, die Moderatoren zu würdigen und ihre Beiträge zur Community zu loben. Doch diese Ankündigung stieß auf heftigen Widerstand. Viele Mitglieder meinen, das Projekt sollte sich auf dringendere Probleme konzentrieren, etwa die Beschleunigung des Verifizierungsprozesses und die Erfüllung wichtiger Aufgaben.
Diese Reaktion zeigt die Wut und Enttäuschung der Community. Während Nutzer seit Jahren auf eine funktionierende Nutzung der Token warten, der Kurs um 95 % gefallen ist und große Freigaben bevorstehen, widmet das Team Zeit und Ressourcen einer PR-Aktion für „Dank an die Moderatoren“. Diese Prioritäten werden als „falsch“ oder „Ablenkung“ empfunden. Die Nutzer wollen echte Fortschritte beim Mainnet, beschleunigte KYC-Prozesse und eine bessere Token-Ökonomie, nicht symbolische Dankesbekundungen.
Sie fordern, dass Pi Network-User (die sogenannten Pioniere) das Scheitern des Experiments anerkennen und ihre Energie auf sinnvollere Dinge richten. „Möge derjenige, der noch immer feststeckt, in Frieden ruhen. Wirklich, geh und fühl den Rasen.“ Diese extrem pessimistische Aussage spiegelt die tiefe Enttäuschung einiger Community-Mitglieder wider. Sie meinen, es sei sinnlos, weiter Zeit und Energie zu investieren, und raten, frühzeitig aufzugeben.
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