Im Zuge der allmählichen Verbesserung des regulatorischen Rahmens in der EU und der steigenden Marktnachfrage hat die größte dänische Bank, Danske Bank, offiziell ihre achtjährige Krypto-Verbotsphase beendet und den Kunden den Handel mit Bitcoin- und Ethereum-ETPs ermöglicht.
(Der Hintergrund: Die dänische Regierung plant die Erhebung einer 42%-igen Steuer auf Krypto-Gewinne, rückwirkend seit der Geburt von Bitcoin im Jahr 2009.)
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Vor dem Hintergrund eines zunehmend klaren regulatorischen Umfelds und einer kontinuierlich steigenden Marktnachfrage hat die größte dänische Bank, Danske Bank, offiziell ihre achtjährige Krypto-„Verbotsverordnung“ aufgehoben und den Handel mit Bitcoin- und Ethereum-ETPs für Investoren freigegeben. Dieser Schritt symbolisiert eine deutliche Kursänderung bei traditionellen Finanzinstituten gegenüber digitalen Vermögenswerten, betont jedoch gleichzeitig, dass die Bank ihre vorsichtige Haltung gegenüber den Risiken von Kryptowährungen beibehält.
Laut einer Erklärung der Danske Bank können Kunden, die Danske eBanking und Danske Mobile Banking nutzen, künftig über die Handelsplattform der Bank in mit Bitcoin und Ethereum gekoppelte ETP-Produkte investieren, ohne die Kryptowährungen selbst besitzen oder verwahren zu müssen.
Die Bank gab an, dass dieser Schritt vor allem auf die gestiegene Nachfrage vieler Kunden in den letzten Jahren reagiert, Kryptowährungen in ihre Anlageportfolios aufzunehmen. Die Öffnung richtet sich hauptsächlich an Kunden, die eigenständig über die Plattform der Bank handeln und keinen Anlageberater in Anspruch nehmen.
Kerstin Lysholm, Verantwortliche für Investmentprodukte und -lösungen bei der Bank, erklärte, dass die zunehmende Verbreitung von Kryptowährungen als Asset-Klasse die Nachfrage deutlich steigen lasse und die Bank daher den richtigen Zeitpunkt für eine Öffnung für gekommen sehe.
Es ist bemerkenswert, dass die Danske Bank in der Vergangenheit eine sehr konservative Haltung gegenüber Kryptowährungen eingenommen hatte. 2018 äußerte sie öffentlich eine negative Einschätzung und riet Kunden dringend von Investitionen ab, zudem wurden auf der Plattform keine Krypto-Handelsdienste angeboten. Auch 2021 bestätigte die Bank ihre internen Beschränkungen erneut.
Der Kurswechsel steht jedoch im Zusammenhang mit der Einführung der EU-Verordnung über Märkte für Kryptowassets (MiCA). Lysholm erklärte, dass die Regulierung im Krypto-Sektor in den letzten Jahren schrittweise verbessert wurde, was die Markttransparenz und den Anlegerschutz erhöhe und das Vertrauen der Finanzinstitute stärke.
Sie betonte, dass die Bank nach Abwägung aller Faktoren nun bereit sei, Investoren, die die hohen Risiken verstehen und tragen können, entsprechende regulierte Produkte anzubieten.
Obwohl die Bank den Handel mit ETP-Produkten ermöglicht, betont sie ausdrücklich, dass dies keine Unterstützung für Investitionen in Kryptowährungen darstelle. Es werden keine Anlageberatung oder -empfehlungen zu Kryptowährungen angeboten. Die Produkte werden als „Chancenorientierte Investments“ positioniert, nicht als Kernvermögenswerte für langfristig stabile Anlagen.
Lysholm erläuterte, dass die Produkte nur Kunden angeboten werden, die einen „Geeignetheitstest“ bestanden haben, um sicherzustellen, dass sie die hohe Volatilität und die potenziellen Risiken vollständig verstehen. Sie unterstrich, dass die Entscheidung zu investieren letztlich beim Kunden liege, die Bank lediglich einen regulierten und transparenten Zugang biete.
Mit anderen Worten: Die Danske Bank hat Kryptowährungen nicht vollständig übernommen, sondern bietet im Rahmen eines risikobewussten Ansatzes eine stärker institutionalisiert Beteiligung an.
Bis 2024 gibt es in Dänemark etwa 70.000 Krypto-Halter, was rund 1,2 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Während das Land im globalen Vergleich im Mittelfeld liegt, zeigt die Marktnachfrage bereits eine stabile Wachstumsdynamik.
Mit der Öffnung für Bitcoin und Ethereum-ETPs wird die Danske Bank als ein bedeutendes Zeichen für die schrittweise Integration der traditionellen Finanzwelt mit digitalen Vermögenswerten gewertet. Obwohl die Haltung weiterhin vorsichtig bleibt, spiegelt der Übergang von vollständigem Verbot zu begrenzter Öffnung die strategische Anpassung großer Finanzinstitute an die zunehmende Klarheit im regulatorischen Umfeld wider.
Mit fortschreitender Umsetzung der europäischen Regulierung wird es spannend sein, ob Banken ihr Angebot an Krypto-bezogenen Produkten weiter ausbauen.
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