Wells Fargo veröffentlichte vor vier Tagen die Stelle des „Leiters für Digital Asset Services“, dessen Aufgaben die Entwicklung einer 3-5-Jahres-Strategie umfassen, einschließlich Tokenisierung von Einlagen, On-Chain-Absicherung, Intraday-Liquidität und rund um die Uhr programmierbare Zahlungen. Zuvor hatten auch Morgan Stanley und JPMorgan hochrangige Talente im Krypto-Bereich rekrutiert.
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Laut Frank Chaparro, Projektleiter bei The Block, setzen die drei größten Banken der Wall Street innerhalb eines Monats nacheinander auf Krypto-Talente. Traditionelle Finanzinstitute wandeln sich hin zu einer „ganzheitlichen“ Entwicklung der Infrastruktur für digitale Vermögenswerte.
Chaparro enthüllte, dass Wells Fargo nicht nach einem gewöhnlichen Blockchain-Entwickler sucht, sondern nach einem hochrangigen Manager, der eine Drei- bis Fünf-Jahres-Strategie entwickeln kann. Die Aufgabenliste ist äußerst konkret:
Wichtig ist, dass diese On-Chain-Dienste vollständig integriert werden müssen in bestehende Zahlungssysteme wie Wire, ACH, Echtzeit-Zahlungen (RTP), FedNow und SWIFT. Das bedeutet, Wells Fargo strebt nicht nur isolierte Blockchain-Experimente an, sondern möchte die Blockchain-Fähigkeiten direkt in sein umfangreiches traditionelles Zahlungssystem einbinden.
Morgan Stanley agiert ebenfalls aktiv. Ende Januar ernannte die Bank die erfahrene Führungskraft Amy Oldenburg zur ersten „Leiterin für Digital Asset Strategy“, eine neu geschaffene Position. Oldenburg ist seit über 20 Jahren bei Morgan Stanley, zuvor leitete sie das Emerging Markets Equity Business. Ihr Amtsantritt markiert den offiziellen Übergang der Bank, digitale Vermögenswerte von einem Randphänomen zu einer Kernstrategie des Unternehmens zu machen.
Gleichzeitig plant Morgan Stanley, im ersten Halbjahr 2026 den Handel mit Kryptowährungen über die Tochter E*Trade zu öffnen, zunächst mit BTC, ETH und SOL. Für Bitcoin- und Solana-bezogene ETPs wurden bereits Anmeldungen eingereicht. Zudem rekrutiert die Bank verstärkt Senior-Entwickler für den Aufbau von DeFi- und RWA-(Real-World-Assets)-Tokenisierungsinfrastruktur sowie für die im zweiten Halbjahr geplante eigene digitale Brieftasche.
JPMorgan erweitert seine Blockchain-Abteilung Kinexys (ehemals Onyx). Derzeit sind auf Indeed und LinkedIn über 24 blockchain-bezogene Stellen ausgeschrieben, darunter Vice President-Entwickler, Risikomanager und Produktmanager. Bemerkenswert ist, dass der globale Co-Leiter von Kinexys, Naveen Mallela, am 11. Februar nach 11 Jahren ausgeschieden ist. Ob diese Personaländerung die Blockchain-Strategie der Bank beeinflusst, bleibt abzuwarten.
Die drei Banken teilen eine gemeinsame Richtung bei der Personalgewinnung: Tokenisierung und On-Chain-Zahlungen. Wells Fargo will Einlagen tokenisieren und programmierbare Zahlungen ermöglichen, Morgan Stanley baut RWA-Tokenisierungsinfrastruktur auf, JPMorgans Kinexys konzentriert sich auf On-Chain-Abwicklung und institutionelle Transaktionen.
Diese Projekte sind keine Konzept- oder Prototypen mehr, sondern direkte Produktlinien, die an Umsätze gekoppelt sind. Wenn die größten Banken der Wall Street gleichzeitig um dieselben Talente konkurrieren, wandelt sich Blockchain von einer Kryptowährung-„Nebenerscheinung“ zu einer grundlegenden Infrastruktur im traditionellen Finanzwesen.
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