Das von Crypto Patel geteilte Diagramm setzt den aktuellen Rückgang von Bitcoin in einen langfristigen Kontext, indem es jeden bedeutenden Peak-to-Trough-Rückgang seit 2011 abbildet. Was sofort auffällt, ist nicht nur, wie brutal vergangene Bärenmärkte waren, sondern auch, wie konsequent Bitcoin das Vertrauen der Investoren getestet hat, bevor es für den nächsten Zyklus neu ausgerichtet wurde. Im Vergleich zu früheren Crashs liegt der aktuelle Rücksetzer noch im flacheren Bereich des historischen Spektrums von Bitcoin.
Der pinke Bereich im Diagramm verfolgt den prozentualen Rückgang von Bitcoin vom Allzeithoch, überlagert mit dem BTC-Preis selbst. Frühere Zyklus-Tiefs waren extrem: etwa -93 % im Jahr 2011, -85 % im Jahr 2015, -84 % im Jahr 2018 und -77 % im Jahr 2022. Im Gegensatz dazu schwebt der aktuelle Zyklus bei einem -50 %-Rückgang, was deutlich weniger schwerwiegend ist als alle bisherigen großen Tiefpunkte. Aus rein historischer Sicht deutet das darauf hin, dass Bitcoin noch nicht die Art von Kapitulation erlebt hat, die die bisherigen Zyklus-Tiefs geprägt hat.
Die zentrale Beobachtung von Crypto Patel ist zutreffend: Der maximale Rückgang in jedem Zyklus ist im Laufe der Zeit weniger aggressiv geworden. Dieser Trend stimmt mit der Reifung von Bitcoin überein, mit tieferer Liquidität, breiterer Besitzverteilung und zunehmender institutioneller Beteiligung. Das Diagramm liefert jedoch auch eine unangenehme Realität: Selbst wenn dieser Zyklus das Muster „flacherer“ Verluste fortsetzt, würde eine Bewegung in Richtung eines -70 %-Rückgangs immer noch im historischen Rahmen liegen und Bitcoin in die 30.000-Dollar-Zone bei den aktuellen Niveaus bringen.
Quelle: X/@CryptoPatel
Der wichtigste Erkenntnis ist keine Preisprognose, sondern ein Rahmenwerk. Bitcoin fällt nicht leise auf ein Tief. Jeder vorherige Zyklus erforderte langanhaltenden Schmerz, Zeit und psychische Erschöpfung, bevor ein nachhaltiges Tief erreicht wurde. Das Fehlen eines tiefen Rückgangs widerlegt nicht die langfristige Bullen-These, aber es zeigt, dass Abwärts-Szenarien weiterhin sehr real sind. Märkte belohnen selten Selbstzufriedenheit, besonders bei Übergängen zwischen Expansions- und Kontraktionsphasen.
Das Fazit von Crypto Patel ist weniger von Angst geprägt, sondern von Vorbereitung. Die Geschichte zeigt, dass Bitcoin jeden Sturm überlebt, aber nicht jeder, der es hält. Die Planung für mehrere Szenarien, einschließlich tieferer Volatilität, war historisch der Unterschied zwischen erzwungenen Ausstiegen und langfristigem Überleben. Wenn dieser Zyklus letztlich auf einem höheren Niveau als die Vergangenheit endet, wäre das positiv. Bis das Gegenteil bewiesen ist, spricht das Diagramm jedoch für Respekt (nicht für Vertrauen) in das, was Bitcoin auf der Abwärtsseite noch leisten kann.
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