Südkoreas Nationale Polizeiagentur (KNPA) hat ihre ersten umfassenden Richtlinien für die Verwaltung beschlagnahmter Kryptowährungen entworfen, einschließlich datenschutzorientierter Vermögenswerte, die oft als „Dark Coins“ bezeichnet werden, da die Behörden ihre Überwachung nach wiederholten Verlusten beschlagnahmter digitaler Vermögenswerte verstärken wollen.
Laut einem Bericht von Asia Economy vom 17. März beschreibt die Richtlinie die Einhaltung von Vorschriften in jeder Phase der Beschlagnahme, Speicherung und Verwaltung virtueller Vermögenswerte.
Bemerkenswert ist, dass erstmals spezifische Maßnahmen für den Umgang mit Software-Wallets oder „Hot Wallets“ eingeführt werden, die erforderlich sind, um datenschutzorientierte Kryptowährungen zu verwalten.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Kryptowährungen wie Bitcoin, bei denen Transaktionsaufzeichnungen öffentlich auf Blockchain-Netzwerken verifizierbar sind, sind Privacy Coins so konzipiert, dass sie Transaktionsdetails verschleiern. Diese Vermögenswerte können Sender- und Empfänger-Identitäten sowie Transaktionsbeträge verbergen, was sie deutlich schwerer nachvollziehbar macht. Diese Anonymität hat dazu geführt, dass sie häufig bei illegalen Aktivitäten wie Cyberkriminalität und Geldwäsche verwendet werden.
Ein prominentes Beispiel ist der Nth Room-Fall, bei dem digitale Vermögenswerte genutzt wurden, um illegale Zahlungen im Zusammenhang mit der Verbreitung ausbeuterischer Inhalte zu erleichtern. Der Fall betraf Cho Joo-bin, der ein kriminelles Netzwerk auf Telegram betrieb.
Die neuen Richtlinien spiegeln auch breitere Bedenken hinsichtlich des Missbrauchs von Privacy Coins durch staatlich unterstützte Akteure wider. Behörden haben zuvor auf nordkoreanische Regierungsstellen hingewiesen, die solche Vermögenswerte nutzen, um durch Cyberangriffe und Krypto-Hacks erlangte Gelder zu waschen.
Im Rahmen des aktualisierten Rahmens verlassen sich Ermittler bei herkömmlichen Kryptowährungen in der Regel auf Hardware-Wallets oder „Cold Wallets“, die mit kryptografischen Wiederherstellungsphrasen gesichert sind.
Privacy Coins erfordern jedoch spezielle Software, die auf sicheren Systemen installiert wird, wobei private Schlüssel digital gespeichert werden, anstatt auf physischen Geräten, was neue operationelle Risiken mit sich bringt.
Ein Sprecher der KNPA betonte die Notwendigkeit strukturierter Protokolle, da sich die Ermittlungspraxis weiterentwickelt.
„Früher wurden beschlagnahmte Vermögenswerte in Lagerräumen aufbewahrt. Jetzt müssen wir Wallet-Adressen und private Schlüssel verwalten“, sagte der Beamte.
Der Schritt signalisiert ein wachsendes Bewusstsein bei den Strafverfolgungsbehörden für die technischen Herausforderungen bei der Sicherung digitaler Vermögenswerte und die Notwendigkeit standardisierter Verfahren in einer zunehmend kryptobasierten Kriminalitätslandschaft.
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