Wichtige Erkenntnisse
JPMorgan-Analysten sind der Ansicht, dass der jüngste Bitcoin-Kursrückgang seinem Ende entgegengeht.
Märkte bewegen sich oft in Zyklen aus Angst und Erholung. Ende letzten Jahres beschlossen viele Investoren, ihr Risiko zu reduzieren. Dies führte zu einem stetigen Rückgang der Preise digitaler Vermögenswerte.
Das Bankhaus sieht jedoch Anzeichen dafür, dass diese Phase an Schwung verliert. Das bedeutet nicht, dass sofort eine große Rallye beginnt. Vielmehr zeigt es, dass der Markt eine Bodenbildung findet, bei der die Preise stabil bleiben können.
Der Hauptgrund für den jüngsten Kursrückgang war das Risikomanagement, da sich Investoren wegen der Weltwirtschaft unsicher fühlten.
Deshalb entschieden sie sich, Vermögenswerte wie Aktien und Krypto zu verkaufen, um ihre liquiden Mittel zu schützen, was zu fallenden Bitcoin-Preisen führte. Die zugrunde liegende Technologie wurde jedoch nicht beschädigt.
Dies ist ein sehr wichtiger Faktor für alle, die den Markt beobachten.
Wenn ein Verkauf aufgrund von Angst erfolgt, endet er in der Regel, wenn alle, die verkaufen wollten, fertig sind. JPMorgan verwies auf Daten aus Anfang Januar, um zu zeigen, dass dies geschieht.
Die Bank verfolgte, wie viel Geld in den Markt fließt und ihn verlässt, und stellte fest, dass der starke Verkauf im Dezember nachlässt. Bitcoin selbst hat sich in letzter Zeit um die Marke von 90.500 US-Dollar gehalten, was zeigt, dass Käufer einspringen, um die Verkäufer zu treffen.
Spot-ETFs haben die Art und Weise, wie Menschen digitale Vermögenswerte handeln, verändert, da diese Fonds wie eine Brücke zwischen traditionellen Aktienmärkten und dem Kryptomarkt fungieren.
Wenn jemand eine Aktie eines ETFs kauft, muss der Fonds die tatsächliche Münze kaufen. Beim Verkauf verkauft der Fonds die Münze. Dies schafft eine direkte Verbindung zwischen Aktienmarktaktivitäten und Krypto-Preisen.
In den ersten Tagen des Jahres erlebten diese Fonds große Schwankungen. An einem Tag flossen sogar fast $700 Millionen US-Dollar hinein, während in den nächsten Tagen Hunderte von Millionen herausgingen.
Laut JP Morgan ist dieses Hin und Her tatsächlich ein gesundes Zeichen und zeigt, dass der Markt nicht mehr einseitig ist.
Bei einem Crash verkaufen alle, und niemand kauft. Im Moment sind beide Seiten aktiv, und dieser „zweiseitige Fluss“ hilft, Bitcoin vor weiterem Fallen zu bewahren.
DAS VERKAUFEN KÖNNTE ENDLICH VORBEI SEIN
JPMorgan sieht jetzt Anzeichen dafür, dass die intensive Risikominderung, die den Großteil des Krypto-Abwärtstrends Ende 2025 angetrieben hat, weitgehend vorbei ist — und ETF-Flows sind eines der großen Hinweise. Bitcoin- und Ethereum-ETF-Flows stabilisieren sich im Januar nach heftigen… pic.twitter.com/3sQC35lRNz
— CryptosRus (@CryptosR_Us) 10. Januar 2026
Ein weiterer Faktor, der den Markt unterstützt, betrifft MSCI. Zuvor gab es Bedenken, dass MSCI Unternehmen, die Krypto halten, aus seinen Benchmarks entfernen könnte.
Wenn das passiert wäre, hätten viele Fonds ihre Anteile verkaufen müssen, was den Markt stark hätte schädigen können.
MSCI entschied sich jedoch, diese Unternehmen in ihrer Februar-Überprüfung nicht auszuschließen. Diese Nachricht brachte eine dringend benötigte Erleichterung. Sie entfernte auch einen Hauptgrund, warum Leute ihre Positionen eilig verkaufen wollten.
Obwohl eine zukünftige Überprüfung noch möglich ist, ist die unmittelbare Gefahr vorüber. Dies hat dazu beigetragen, dass Bitcoin seine aktuellen Niveaus ohne die Bedrohung eines plötzlichen institutionellen Ausstiegs halten konnte.
Laut CoinMarketCap wird Bitcoin derzeit knapp unter der Kursmarke von 91.000 US-Dollar gehandelt, mit einem Kursanstieg von 0,2 % im letzten Tag.
Der Kryptomarkt zeigt Anzeichen von Stabilität, wie JP Morgan sagt | Quelle: CoinMarketCap
Ethereum hingegen wird im Minus gehandelt, mit einem Rückgang von 0,14 % im gleichen Zeitraum. Dennoch wird die Kryptowährung weiterhin um die 3.100 US-Dollar gehandelt.
Dies zeigt, dass der Markt relativ stabil ist, mit kleinen Kursänderungen bei Bitcoin und den Altcoins.
Insgesamt werden die nächsten Wochen zeigen, wie sich Januar entwickelt, insbesondere mit der finalen Abstimmung über den US CLARITY Act, die noch aussteht.
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