10x Research Warnung: Kevin Warsh bei der Leitung der US-Notenbank könnte sich nachteilig auf Bitcoin auswirken

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In den USA hat Präsident Trump offiziell Kevin Warsh für die Position des Vorsitzenden der Federal Reserve nominiert, um den amtierenden Vorsitzenden Jerome Powell im Mai abzulösen. Diese Nominierung wurde am 30.01.2026 bekannt gegeben, doch Warsh muss noch vom Senat bestätigt werden, bevor er sein Amt antreten kann.

Bereits vor der offiziellen Bekanntgabe der Nominierung äußerte der Gründer der Krypto-Forschungsfirma 10x Research, Markus Thielen, starke Bedenken hinsichtlich Warshs möglicher Führung der Federal Reserve. Er befürchtet, dass dessen bisherige hawkishe Geldpolitik negative Auswirkungen auf Bitcoin und andere Krypto-Assets haben könnte.

Warsh-Nominierung löst Marktsorgen aus

Thielen weist darauf hin, dass die Marktteilnehmer die Nominierung Warshs zum Fed-Vorsitz als negatives Signal für Bitcoin interpretieren. Grund dafür ist Warshs langjährige Betonung der Gelddisziplin, die Aufrechterhaltung hoher realer Zinsen und die Reduzierung der Marktliquidität. In diesem Umfeld werden Kryptowährungen nicht als effektives Schutzmittel gegen Währungsabwertung gesehen, sondern eher als spekulative Überhitzung in einer lockeren Geldpolitik. Bei einer Straffung der Geldpolitik sind diese Vermögenswerte meist die ersten, die unter Druck geraten.

Steigende Realzinsen drücken Risikoanlagen

Thielen erklärt weiter, dass höhere Realzinsen (also die nach Inflation berechneten tatsächlichen Kreditkosten) die tatsächliche Belastung des Kreditnehmers erhöhen. Für Unternehmen und Investoren bedeutet dies, dass die Attraktivität risikoreicher Investitionen sinkt. Hochvolatilitätsbasierte Assets wie Bitcoin sind in solchen Phasen oft die ersten, die betroffen sind.

Historisch gesehen sinkt die Risikobereitschaft, wenn die Realzinsen deutlich steigen, was häufig zu Verkaufsdruck im Kryptomarkt führt.

Warshs bisherige Haltung verstärkt Marktsorgen

Thielen hebt besonders Warshs Haltung während der globalen Finanzkrise 2007–2009 hervor, in der er mehrfach die Inflationsgefahr betonte, obwohl die Wirtschaft bereits in Richtung Deflation tendierte. So äußerte er im September 2008, kurz nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers, weiterhin Bedenken hinsichtlich der Inflation; im Folgejahr, bei einer Inflationsrate von nur 0,8 % und einer Arbeitslosenquote von 9 %, war seine Sorge vor Inflation größer als vor Deflation. Viele Beobachter befürchten, dass diese hawkishe Haltung die Krise verlängern, die Arbeitslosigkeit erhöhen und die Deflationsdrucke in den 2010er Jahren verstärken könnte.

Thielen fasst zusammen, dass eine von Warsh dominierte Federal Reserve wahrscheinlich eine langsamere wirtschaftliche Erholung und höhere Arbeitslosigkeit zur Folge hätte – eine große Herausforderung für den Kryptomarkt, der auf Liquiditätsstützung angewiesen ist.

Potenzielle Konflikte zwischen hawkishem Kurs und Trumps Politik

Interessanterweise steht Warshs bisherige hawkishe Haltung im starken Gegensatz zu Trumps wiederholtem Wunsch nach schnellen Zinssenkungen. Trump kritisierte mehrfach, dass die hohen Zinsen unter Powell die Wirtschaft bremsen, und forderte eine Senkung auf etwa 1 %. Thielen meint, dass der Markt bereits antizipiert, dass Warsh, falls er nominiert wird, möglicherweise Schwierigkeiten haben könnte, den Erwartungen Trumps an eine dovishe Geldpolitik vollständig zu entsprechen. Dies könnte die Stimmung der Investoren gegenüber Krypto-Assets zusätzlich belasten.

Obwohl der Vorsitzende der Federal Reserve die Zinspolitik nicht allein bestimmen kann (dies erfolgt durch den Vorstand im kollektiven Abstimmungsverfahren), könnten Warshs historische Positionen kurzfristig die Marktstimmung beeinflussen, den US-Dollar stützen und Risikoanlagen unter Druck setzen. Der Verlauf des Bestätigungsprozesses im Senat sowie Warshs tatsächliche geldpolitische Äußerungen werden vermutlich entscheidend für die zukünftige Entwicklung des Kryptomarktes sein.

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