„Quantencomputer“ werden möglicherweise zu „Bitcoin-Endzeitgestalten“? Das Digital-Asset-Management-Unternehmen CoinShares veröffentlichte am 6. Februar einen Forschungsbericht, der diese übertriebenen apokalyptischen Prophezeiungen widerlegt und betont, dass die Bedrohung durch Quantencomputer kein akutes Problem ist.
„Quantencomputer“ werden möglicherweise zu „Bitcoin-Endzeitgestalten“? Dieser langjährige Schatten, der über Investoren schwebt, hat kürzlich durch einen Forschungsbericht erneut Angst ausgelöst. Doch das Digital-Asset-Management-Unternehmen CoinShares veröffentlichte am 6. Februar einen Bericht, der diese übertriebenen apokalyptischen Prophezeiungen widerlegt und betont, dass die Quantenbedrohung kein dringendes Problem ist, sondern eine vorhersehbare und planbare technische Herausforderung.
Der Ursprung dieser Debatte liegt darin, dass Chaincode Labs zuvor geschätzt hatte, dass fast 20 % bis 50 % der im Umlauf befindlichen Bitcoins einem Risiko durch Quanten-Technologie „geknackter Privatschlüssel“ ausgesetzt sind. Diesen Schätzungen widersprach CoinShares’ Forschungsleiter Christopher Bendiksen und erklärte, diese Methode sei zu grob und verzerre die Risiken auf verschiedenen Ebenen.
Nach eingehender Analyse der Blockchain-Daten stellte CoinShares fest:
CoinShares weist darauf hin, dass selbst unter einer „extrem optimistischen“ Annahme des Fortschritts in der Quanten-Technologie das knacken dieser Schlüssel einzeln extrem lange dauern würde und praktisch kaum umsetzbar ist. Die Behauptung, dass „25 % der Bitcoins“ durch Quanten bedroht seien, beruhe größtenteils auf menschlichen Fehlern wie der wiederholten Nutzung von Adressen bei Börsen, die durch einfache Updates der Nutzungsgewohnheiten leicht vermieden werden können.
Bemerkenswert ist, dass der Jefferies-Strategieanalyst Christopher Wood im Januar dieses Jahres die Hochrisikobewertung von Chaincode Labs zitierte, um seine Investmentstrategie zu rechtfertigen, bei der er 10 % seiner Bitcoin-Positionen vollständig liquidierte und die Quantencomputing-Bedrohung als „existenzielle Gefahr für den Wertaufbewahrungsgrundlage von Bitcoin“ bezeichnete.
CoinShares widerspricht eindeutig der Behauptung, dass die „Quantenbedrohung unmittelbar bevorsteht“.
Christopher Bendiksen verweist auf eine öffentlich zugängliche Studie, die besagt, dass zur Rückentwicklung einer Bitcoin-öffentlichen Adresse innerhalb von 24 Stunden ein fehler-toleranter Quantencomputer mit 13 Millionen „physikalischen Qubits“ erforderlich wäre, was dem 100.000-fachen der heutigen stärksten Quantencomputer entspricht. Für eine Rückentwicklung innerhalb einer Stunde wären sogar mehr als 3 Millionen Qubits notwendig.
Ledger-Technologiechef Charles Guillemet erklärt ebenfalls:
Um das derzeitige asymmetrische Verschlüsselungssystem zu knacken, sind mindestens „Millionen von Qubits“ erforderlich. Google’s aktueller Quantencomputer Willow verfügt nur über 105 Qubits, und jede zusätzliche Qubit erhöht die Stabilitätsanforderungen exponentiell.
In der Verteidigungspolitik gibt es innerhalb der Krypto-Community unterschiedliche Ansichten. Einige Radikale schlagen vor, durch „Soft Forks“ direkt die anfälligen Bitcoin-Adressen zu entfernen. CoinShares lehnt dies entschieden ab, da es gegen die Kernverpflichtung von Bitcoin verstößt, Eigentumsrechte zu schützen.
„Das Entfernen von Bitcoins, die einem nicht gehören, widerspricht völlig dem Geist von Bitcoin“, betont Christopher Bendiksen. Im Gegensatz dazu bleibt der Krypto-Experte Adam Back optimistisch und glaubt, dass Bitcoin schrittweise auf „Post-Quantum-Signaturen“ umstellen kann, um die Bedrohung durch Quantencomputing durch kontinuierliche evolutionäre Verteidigungsmaßnahmen zu bewältigen.
Der Vorsitzende der Strategy, Michael Saylor, bezeichnet die „Quantenbedrohung“ als eine „FUD (Fear, Uncertainty, Doubt)“-Kampagne in der Krypto-Szene. Gleichzeitig hat Vitalik Buterin, Mitbegründer von Ethereum, ein spezielles Team für quantensichere Maßnahmen gegründet.
CoinShares richtet sich abschließend an institutionelle Investoren: Das Risiko durch Quantencomputing ist derzeit kontrollierbar, und der Zeitrahmen für Lösungen ist sehr großzügig.
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