Hedera (HBAR) wird zum Zeitpunkt des Schreibens am Mittwoch unter 0,101 USD gehandelt, nachdem der Versuch, die wichtige Widerstandszone Ende der Woche zu durchbrechen, gescheitert ist. Die Daten aus dem Derivatemarkt zeigen, dass das Erholungspotenzial von HBAR noch recht fragil ist: Das offene Interesse (OI) nimmt kontinuierlich ab, der Funding-Rate bleibt im negativen Bereich, was die vorsichtige Stimmung der Investoren widerspiegelt. Vor diesem Hintergrund unterstützen die aktuellen technischen Signale noch kein klares Aufwärtsszenario für Hedera.
Die OI-Daten der Hedera-Futures sind am Mittwoch auf 104,58 Mio. USD gefallen und setzen den Abwärtstrend fort, der Anfang Januar begonnen hatte. Bemerkenswert ist, dass dieser Wert sich dem Tief von 88,89 Mio. USD vom 6. Februar nähert. Der anhaltende Rückgang des OI deutet auf eine zunehmend eingeschränkte Beteiligung der Investoren hin und spiegelt kurzfristig eher negative Preisaussichten wider.
Diagramm des offenen Volumens von HBAR-Kontrakten | Quelle: Coinglass
Darüber hinaus zeigen die auf Coinglass gewichteten Funding-Rate-Daten, dass die Bären, die auf weiter fallende Hedera-Preise setzen, gegenüber den Bullen, die auf einen Aufwärtstrend hoffen, dominieren. Der Index ist seit Montag in den negativen Bereich umgeschlagen und ist am Dienstag auf -0,011 % gefallen. Eine negative Funding-Rate bedeutet, dass Short-Positionen Gebühren an Long-Positionen zahlen müssen, was die pessimistische Marktstimmung gegenüber HBAR unterstreicht.
Diagramm der Funding-Rate von HBAR | Quelle: Coinglass
Der Hedera-Preis erlebte am Samstag einen starken Verkaufsdruck rund um den 50-Tage-Gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 0,105 USD, bevor er in der nächsten Kerze leicht korrigierte. Bemerkenswert ist, dass der EMA 50 fast mit der oberen Trendlinie des fallenden Keilmusters übereinstimmt — das seit Ende Juni durch das Verbinden von Hochs und Tiefs gebildet wurde — was die Rolle dieses Bereichs als bedeutenden Widerstand bestätigt. Zum Zeitpunkt des Schreibens am Mittwoch wird HBAR bei etwa 0,010 USD gehandelt.
In einem fortgesetzten Korrekturszenario dürfte der HBAR-Preis auf die wöchentliche Unterstützungszone bei 0,090 USD zurückfallen. Wenn der Verkaufsdruck stark genug ist, um den Schlusskurs unter diese Marke zu drücken, könnte die Abwärtsbewegung bis zur nächsten Unterstützung bei 0,072 USD reichen, die dem Tief vom 10. Oktober entspricht.
Tageschart HBAR/USDT | Quelle: TradingView
Was die Dynamik betrifft, so schwankt der Relative Stärke Index (RSI) auf Tagesbasis um den Wert 51 und zeigt eine Tendenz zur Abschwächung in den neutralen Bereich bei 50, was auf eine abnehmende Kaufkraft hindeutet. Für eine nachhaltige Bestätigung des Abwärtstrends müsste der RSI unter diese neutrale Marke fallen. Positiv ist jedoch, dass das MACD-Indikator weiterhin ein Kaufsignal zeigt, das seit dem 10. Februar aktiv ist, was darauf hindeutet, dass der Aufwärtstrend noch nicht vollständig aufgehoben ist.
Im Gegenzug, falls HBAR die Erholung wieder aufnimmt und es gelingt, den Schlusskurs über den 50-Tage-EMA bei 0,105 USD zu setzen, könnte der Preis weiter nach oben steigen und die nächste Widerstandszone bei etwa 0,125 USD testen.
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