Der jüngste Abschwung von Bitcoin hat viele Investoren dazu veranlasst, es als “die Rückkehr des kalten Winters” zu bezeichnen. Das Forschungsunternehmen K33 Research veröffentlichte am Dienstag einen Bericht, in dem festgestellt wird, dass die aktuelle Marktstruktur dem Ende des Bärenmarktes 2022 sehr ähnlich ist, und Indikatoren zeigen, dass der Markt zwar nahe am Tiefpunkt liegt, es aber kurzfristig schwierig sein könnte, einen Durchbruch zu sehen. Vetle Lunde, Leiter der Forschung bei K33, wies darauf hin, dass die firmeneigenen “Marktmechanismen-Indikatoren” zeigen, dass Bitcoins aktuelle Daten zu Derivatrenditen, offenem Interesse, ETF-Kapitalströmen und der US-Zinskurve “starke Ähnlichkeiten” mit September und November 2022 aufweisen und diese beiden Zeitpunkte die Schlüsselphasen sind, in denen der letzte Bärenmarkt nahe am Tiefpunkt ist. Vetle Lunde erinnerte jedoch auch daran, dass diese Anzeichen zwar oft nahe dem Marktuntergrund erscheinen, aber meist nicht von einer schnellen Erholung begleitet werden, sondern von einer schwachen, langen und mühsamen seitlichen Phase der Kursentwicklung, und dass die Geduld der Anleger stark auf die Probe gestellt wird.
Der K33-Bericht wies darauf hin, dass Bitcoin seit seinem Höchststand im Januar dieses Jahres fast 28 % zurückgezeichnet hat, während der Derivatemarkt gleichzeitig eine klare defensive Struktur zeigt. Der Finanzierungszins ist 11 Tage in Folge negativ geblieben, was darauf hindeutet, dass die Nachfrage nach sicheren Hafen höher ist als das spekulative Momentum, das dem Anstieg folgt; Gleichzeitig fiel das nominale offene Interesse unter 26 Bitcoins, was darauf hindeutet, dass Investoren aktiv Long-Positionen schließen und den Markt verlassen. Vetle Lunde analysierte, dass diese Struktur bedeutet, dass das Risiko von “Short Squeeze und Long Squeeze” durch Derivate kurzfristig relativ begrenzt ist und der Markt eher die vorherige Rückgangswelle verarbeitet, anstatt eine neue Runde von Richtungsdurchbrüchen zu entwickeln. K33 betont, dass sein Modell den Derivatedaten das höchste Gewicht beimisst, da es die reale Marktnachfrage nach Absicherung oder Upside-Exposition in Echtzeit am besten widerspiegelt. Negative Renditen deuten auf eine übermäßige Nachfrage nach sicheren Hafen hin, während sinkendes offenes Interesse darauf hindeutet, dass Händler Positionen schließen, anstatt aktiv neue Long-Short-Wetten aufzubauen. K33 wies darauf hin, dass in sehr ähnlichen Marktumgebungen die durchschnittliche 90-Tage-Rendite ähnlicher historischer Märkte etwa 3 % beträgt; In einem Szenario mit geringer Ähnlichkeit ist die Rendite leicht negativ. Mit anderen Worten: Bitcoin wird eher in eine Phase der Konsolidierung von “langsamem Fortschritt und emotionalem Verbrauch” eintreten. Vetle Lunde erwartet, dass sich Bitcoin seitlich zwischen 6 und 7,5 Dollar bewegt, und er ist der Meinung, dass die aktuelle Einstiegsposition zwar attraktiv ist, Investoren aber auch geduldig sein müssen, da der Prozess vom “Ende des Bären” bis zum “Beginn des Bullen” ein langer psychologischer Kampf sein wird. Nach dem jüngsten Ausverkauf ist die Marktaktivität deutlich abgekühlt. Das Bitcoin-Spot-Handelsvolumen sank im Wochenvergleich um 59 %, und das offene Interesse an Futures fiel ebenfalls auf ein Viermonatstief. Vetle Lunde sagte, dass sich die Marktvolatilität tendenziell annähert und sich zu normalisieren beginnt, was die Einschätzung stärkt, dass der Markt in ein “Low-Noise, Low-Stimulus”-Handelsumfeld eintreten wird. Auch die Bewegung institutioneller Investoren spiegelt Vorsicht wider. K33 wies darauf hin, dass die Beteiligung institutioneller Händler der CME Group (CME) in letzter Zeit niedrig war und Renditen sowie offenes Interesse flach erscheinen, was auf einen Mangel an starkem gerichtetem Konsens am Markt hinweist. Andererseits haben Bitcoin ETPs seit ihrem Höhepunkt im Oktober letzten Jahres einen Nettoabfluss von 103.113 Bitcoins angesammelt. Obwohl der Bitcoin-Preis von seinem Hoch um fast 50 % gefallen ist, entscheiden sich etwa 93 % der institutionellen Expositionspositionen immer noch, “stillzustehen”. Das bedeutet, dass professionelle Investoren zwar ihr Gewicht reduzieren, es aber keinen umfassenden Rückzug gibt.
Was die Stimmungsindikatoren betrifft, so fiel der Crypto Fear & Greed Index kürzlich auf ein Rekordtief von 5, was auf eine äußerst pessimistische Marktstimmung hinweist. Vetle Lunde warnte jedoch, dass der Indikator nur begrenzte Genauigkeit bei der Vorhersage zukünftiger Gewinne aufweist. K33 sagte, es habe gekauft, als der Index in “extremer Angst” war, mit einer durchschnittlichen Rendite von nur 2,4 % nach 90 Tagen; Im Gegensatz dazu bringt der Kauf während der “extremen Gier” im gleichen Zeitraum eine Rendite von bis zu 95 %. Das beweist auch erneut, dass Panik selbst kein verlässliches Rückstoßsignal ist.
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