Vorhersagemarkt-Daten von Kalshi zeigen eine höhere Genauigkeit als traditionelle Futures und Umfrageprognosen bei wichtigen makroökonomischen Trends.
Vorhersagemärkte gewinnen im Bereich der makroökonomischen Prognosen an Bedeutung. Wirtschaftswissenschaftler der Federal Reserve berichten, dass Kalshi’s Zinskontrakte seit 2022 die US-Geldpolitik eng abbilden. In mehreren Bereichen übertrafen die Preisdaten die Futures-Märkte und Umfrageergebnisse von Ökonomen. Die Ergebnisse stellen regulierte Vorhersageplattformen in den Mittelpunkt der Diskussion darüber, wie Märkte wirtschaftliche Signale interpretieren.
Wirtschaftswissenschaftler der Federal Reserve haben die Prognosefähigkeit von Vorhersagemärkten für die Wirtschaft genau untersucht. In einem Papier mit dem Titel „Kalshi und der Aufstieg der Makromärkte“ wurde die regulierte Daten von Kalshi analysiert.
Die Forscher Anthony M. Diercks, Jared Dean Katz und Jonathan H. Wright führten die Analyse durch. Sie verglichen Prognosen des von der CFTC regulierten Vorhersagemarkts Kalshi mit Fed Funds Futures und Umfragen von professionellen Ökonomen.
Die Ergebnisse zeigen, dass Kalshi seit 2022 jede Zinssatzentscheidung des Federal Open Market Committee korrekt vorhergesagt hat. Die Zinsprognosen wiesen geringere Fehler auf als jene auf Basis der Fed Funds Futures. Auch die Umfragen von Ökonomen waren bei mehreren wichtigen Wirtschaftskennzahlen weniger genau.
Kalshi’s Verbraucherpreisindex-Prognosen waren genauer als die Prognosen von Bloomberg. Die Genauigkeit erstreckte sich sogar auf Arbeitslosenquote und BIP-Schätzungen. Die Preise auf Kalshi werden in Echtzeit aktualisiert, was sich in sich ändernden Wahrscheinlichkeiten und nicht in festen Prognosen widerspiegelt.
Die Autoren stellten außerdem fest, dass Vorhersagemärkte schnell auf Wirtschaftsdaten und Signale der Zentralbank reagieren. Händler passen die Kontrakte an, sobald neue Informationen veröffentlicht werden, was die sich ändernden Erwartungen widerspiegelt. Solche hochfrequenten Preisbewegungen bieten Entscheidungsträgern eine zusätzliche Benchmark bei der Einschätzung der Marktstimmung.
Marktteilnehmer reagierten positiv und begrüßten die Ergebnisse des Papiers. Kalshi-Mitbegründer Tarek Mansour und Luana Lopes Lara bezeichneten die Ergebnisse als „fantastisch“. Beide betonten, dass regulierte Vorhersagemärkte für Forscher und politische Beobachter nützlich seien.
Fantastisches Papier der Fed über Kalshi-Daten 🤝🤝https://t.co/mSuknYOLGc
— Luana Lopes Lara (@luanalopeslara) 18. Februar 2026
Unterstützung kam auch von Matt Huang, Gründer von Paradigm. Er wies darauf hin, dass die Prognosefehler von Kalshi geringer seien als die der Futures-Märkte, einschließlich stärkerer Einschätzungen bei den jüngsten US-Inflationsdaten.
Regulatorische Unterstützung bleibt zentral in der Debatte. Michael Selig, Vorsitzender der CFTC, argumentierte, dass Vorhersagemärkte unter die bundesstaatliche Aufsicht fallen. Die Behörde reichte eine Amicus-Brief ein, um die Zuständigkeit für Plattformen wie Polymarket und Kalshi zu untermauern.
Gleichzeitig könnte die wachsende akademische Unterstützung die Sichtweise der Entscheidungsträger auf marktbasiertes Forecasting beeinflussen. Hinweise deuten darauf hin, dass Vorhersagemärkte als Echtzeit-Ergänzung zu Umfragen und Futures-Preisen dienen können.
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